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September 2020

Defi Gefahren über die niemand redet! (Decentralized Finance) 1024 576 Julian Hosp

Defi Gefahren über die niemand redet! (Decentralized Finance)

Bist du alt genug, um dich an den krassen Hype um alles, was mit diesem neuen Medium “Internet” zu tun hat Ende der 90er/Anfang der 2000er Jahre zu erinnern? Mit DeFi stehen wir aktuell in einer ganz ähnlichen Lage wie das Internet noch ganz zu Anfangszeiten. 

In diesem Beitrag gehe ich daher auf große Gefahren von DeFi ein, über die zurzeit noch niemand redet…

Beitrag in Video-Form

DeFi löst Probleme in hauptsächlich 5 Bereichen

  1. Kreieren von Geld
  2. Transferieren von Geld
  3. Dezentrales Lending
  4. Dezentraler Tausch (DEX)
  5. Tokenisierung (Vermögenswerte dargestellt auf einer Blockchain, bspw. Gold oder Aktien)

Überlege dir kurz, was wohl das erste DeFi Projekt gewesen sein könnte, das eines oder mehrere dieser Probleme gelöst hat…
genau: es war Bitcoin! Decentralized Finance existiert nicht erst seit dem Hype 2019 oder derzeit, sondern schon seit dem Anbeginn von Crypto.

Bitcoin löst dabei vor allem das “Kreieren von Geld” und “Transferieren von Geld”. Mit der Zeit kommen wir nun immer mehr auch in die anderen Bereiche, das dezentrale Lending, den dezentralen Tausch und die Tokenisierung herein.

Was sind die Risiken? Was könnte DeFi stoppen?

Ein Thema, das hierbei immer wieder in den Raum geworfen wird, ist staatliche Regulation. Doch könnte der Staat wirklich DeFi verbieten? Überlegen wir es uns anhand von Bitcoin.

Ein großer Teil von Bitcoin ist Mining und ein Zahlencode oder 24 Wörter (ein Seed) den du dir merken kannst. Denkst du, man könnte zufällig generierte Zahlencodes oder zufällig aneinandergereihte 24 Wörter verbieten? Das halte ich für äußerst schwierig. Vielleicht würde es ein Staat schaffen, große Miningfarmen in seinem Land zu verbieten, doch Mining ist etwas, das jeder einzelne von uns theoretisch auch auf seinem Rechner betreiben kann. Es daher weltweit und für alles und jeden zu verbieten – nunja, das halte ich ebenfalls für äußerst schwierig.

Wir sehen also: das einzige, was bei Bitcoin regulierbar oder aufhaltbar ist, sind die zentralen Schnittstellen. Zentrale Exchanges könnte man vielleicht verbieten. Große Firmen, die sich in einem Land und einer Region auf Mining spezialisiert haben, könnte man vielleicht verbieten. Aber Bitcoin per se, und seine zwei Funktionen (Kreieren von Geld und Transferieren von Geld) kann man praktisch nicht verbieten.

Denken wir weiter…

Wie sieht es bei dezentralem Lending und dem dezentralen Tausch (DEX) aus?

Plötzlich hat durch decentralized Lending alles und jeder die Möglichkeit, Geld zu leihen und verleihen. Ohne, von einer Drittpartei ausgeschlossen werden zu können.

Und dorch dezentralen Tausch (decentralized exchanges) hat plötzlich alles und jeder die Möglichkeit, mit Geld zu handeln. Wieder, ohne von einer Drittpartei ausgeschlossen werden zu können.

Das löst enorme Probleme. Es gibt unzählige Menschen auf dieser Welt, die allein aufgrund ihrer Herkunft, ihrer “Rasse”, ihrer Glaubensrichtung und viel mehr eigentlich unwichtiger Faktoren vom Finanzmarkt durch zentrale Parteien ausgeschlossen werden. Menschen, die eigentlich kreditwürdig wären, bekommen aus Diskriminierung keinen Kredit. Menschen werden aus Diskriminierung völlig vom Tausch und Handel ausgeschlossen. DeFi löst diese Probleme.

Doch hier kommen wir auch schon zur großen Gefahr…

Wir sehen es im Internet und vor allem im Dark Web immer wieder. Heutzutage ist ein großer Teil des Internets, und vor allem die Plattformen, auf denen Leute die meiste Zeit verbringen (Google, Facebook, YouTube usw.) reguliert. Es wird reguliert, welcher Content gepostet werden darf – und es wird zensiert, wenn etwas nicht den Richtlinien entsprechen sollte.

Doch wenn wir an die wenigen Orte gelangen, die nicht reguliert werden, oder wenn bei diesen zentralen Stellen einmal ein Fehler passiert…. dann sehen wir schnell, wie das Internet heftig missbraucht wird. Kinderpornografie, Cybermobbing, Shaming, Volksverhetzung… auf einmal wird das Internet zu einem echt unschönen Ort, der den Menschen eigentlich mehr schadet als hilft.

Und genau diese Gefahr haben wir bei Decentralized Finance auch. Wenn etwas nicht kontrolliert wird, wenn etwas nicht reguliert wird, bieten sich viele große Chancen für Menschen, denen von zentralen Parteien unrecht getan wird. Wir sehen jedoch immer wieder, wie in anderen Bereichen diese Selbstregulierung völlig versagt und auf einmal genau den Leuten, denen es eigentlich am meisten helfen sollte – wie eben auch im Beispiel des Internets vorher – dadurch geschadet wird.

Und es liegt an uns, es bei DeFi nicht soweit kommen zu lassen. Es liegt an uns, DeFi zu etwas zu entwickeln, dass den Menschen – allen Menschen – hilft und für sie da ist. Es liegt an uns, DeFi nicht zu etwas werden zu lassen, das es ermöglicht Minderheiten noch besser zu unterdrückt oder zu nötigen. Ich appelliere daher an jeden am Kryptomarkt zusammenzuarbeiten und dieses Ökosystem rund um Crypto & Bitcoin zu etwas werden zu lassen, wofür es ursprünglich gedacht war: Unabhängige Finanzkontrolle für jedermann.

Dein Julian

DeFi, Liquidity Mining und Yield Farming unter der Lupe 1024 576 Arber

DeFi, Liquidity Mining und Yield Farming unter der Lupe

DeFi, Liquidity Mining, Yield Farming… Begriffe, um die derzeit im Krypto-Markt ein riesiger Hype ist. In diesem Beitrag nehme ich diese Themen genauer unter die Lupe und zeige, was es damit auf sich hat.

Beitrag auch in Video-Form

Executive Summary

Während die Begeisterung um Yield Farming einige Ähnlichkeiten mit dem ICO-Wahnsinn von 2017 aufweist, ist es doch wichtig, die großen Unterschiede zu erwähnen. Anstatt wilde Träume in einem Whitepaper zu verkaufen, um noch nutzlose Token zu verteilen, geben Protokolle, welche tatsächlich funktionierende Produkte haben und in irgendeiner Weise einen Mehrwert für das Ökosystem bieten, jetzt Token an Benutzer aus, die diese Protokolle verwenden. Im Vergleich zu ICOs ist es eine neuere Art der Token-Verteilung und ein besserer Mechanismus für Bootstrapping des anfänglichen Wachstums.

Liquidity Mining war verantwortlich für das rasante Wachstum im DeFi-Bereich. Es hat viele Menschen in das Ökosystem gebracht und die Voraussetzungen für den Einsatz von Investitionsmitteln und die Entwicklung neuer Innovationen im Ökosystem geschaffen.

Ähnlich wie Startup-Wachstumsmarketingprogramme zielen auf Token basierende Bonusprogramme darauf ab, ähnliche Ziele bei der Benutzerakquise für Kryptoprojekte zu erreichen. Mit Synthetix als Pionier gibt es heute über 20 Liquidity-Mining-Programme, von denen jedes seine eigenen Stärken und Schwächen hat.

Während die populäre Antwort zu Beginn lautete, dass die Renditen schnell sinken würden, gibt es eine so große Zunahme an neuen Projekten und Ertragsmöglichkeiten, dass die Gesamtrenditen immer noch hoch sind. Die Flut neuer Projekte hat zu Marktasymmetrien geführt. Dennoch: Auf längere Sicht muss man erwarten, dass Renditen allmählich sinken.

Einer der interessantesten Trends waren die immensen Nebeneffekte des Liquidity Mining auf Projekte in Bereichen wie DEXs, Lending, Aggregatoren, Versicherungen usw. Das größere Thema hier ist, dass wir in Zukunft sehen könnten, wie diese Anreizprogramme zu einem Eckpfeiler von Wachstumsstrategien werden. Innerhalb von nur weniger Wochen entstand eine Flut von Ertragsaggregatoren, und in diesem Tempo werden wir eine schnelle Entwicklung zu Farming 2.0 sehen: mit einem demokratischeren Zugang und besserer Effizienz für diese Liquidity Mining-Kampagnen.

Definitionen

Yield Farming

Durch den geschickten Einsatz verschiedener Plattformen Renditen von bis zu mehreren 100 Prozent pro Jahr auf das eingesetzte Kapital zu erzielen.

Liquidity Mining

Finanzieller Anreiz durch Token für deren Nutzer, ein Produkt oder einen Service zu verwenden.

ICO Vergleiche

Am wichtigsten ist zu verstehen, dass es eine Verschiebung in der Art und Weise bedeutet, wie Projekte über die Verteilung an die Nutzer denken. Im Gegensatz zu ICOs benötigen Liquidity Mining Projekte ein tatsächlich funktionierendes Produkt.

Economics

Liquidity Mining bootstrapped Akzeptanz, indem sie durch finanzielle Anreize ein schnelleres Wachstum erzeugen. Die Nutzer können Governance-Token verdienen, die effektiv eine Kaufoption zur Werterfassung darstellen. Man kann sich Liquidity Mining auch als einen Herstellerrabatt vorstellen, bei dem zusätzlich zu den Pool-Gebühren Rabatte gewährt werden, die dazu beitragen, Liquidität Bereitsteller gegen vorübergehende Verluste zu subventionieren. Lending / Borrowing-Märkte mit Farming-Programmen können weiters einen Lock-in-Effekt erzeugen, wenn sie mit der Einführung von funktionsreichen Produktsets mit dem zusätzlichen Anreiz versehen werden, das Protokoll zu regeln.

Potenzielle Renditen

Obwohl Farming sicherlich lukrativ sein kann, muss man sorgfältig abwägen, wie das Kapital und die damit verbundenen Risiken eingesetzt werden. Mit der richtigen Strategie kann Yield Farming für die Nutzer immens profitabel sein, während es gleichzeitig die Skalierung von Projekten unterstützt. Wie aber auch schlechte Projekte gezeigt haben, kann man dabei alles verlieren.

Generelle Cashflow Strategien

Bevor wir über das Liquidity Mining sprechen, lass uns zuerst zwei andere Möglichkeiten aufzeigen, um Cashflow aus Kryptowährungen zu erzielen. 

1.Spot Lending

Hierbei leiht man Exchanges oder großen Partnern Coins und erhält Cashflow meist im Bereich von 4-10 %. Eine Sonderform ist hier Perpetual Swaps, welche immer beliebter werden.

2.Covered Options

Hierbei verkauft man Call oder Put Optionen auf einen Vermögenswert und erzielt so Renditen.

3.Liqudity Mining

Dies ist das Hauptthema des Reports, deshalb auch der Hauptfokus auf diese Art. Liquidity Mining erlaubt Cashflow durch Bereitstellung von Kapital bei unterschiedlichen Services.

Vorteile

  • Extrem hohe Renditen
  • Boosted das Wachstum eines Projekts enorm, da starker Marketing Effekt und Auswirkungen auf Awareness
  • Stellt Liquidity für die Plattform bereit
  • Faire Verteilung, besser für Dezentralisierung des Projekts
  • Lukrative Möglichkeit protokollübergreifend Rendite zu verdienen (Yield Farming)
  • Wachstum der Community fördern
  • Reduziert regulatorischen Aufwand (noch)

Nachteile

  • Ein Anstieg des Investitionsvolumens ist nicht unbedingt proportional zum Wertzuwachs. Es hängt von dem Werterfassungsmechanismus des Token ab.
  • Teure Kampagnen für Nutzerakquisition (vor allem bei schwacher Retention). Ähnlich wie ineffiziente Start-up Marketing Hacks.
  • Incentives ziehen vor allem profitgierige kurzfristig denkende Nutzer an, welche farmen und dumpen.
  • Begünstigt reichere Investoren. Erhöhte Gaskosten von Yield Farming Strategien werfen kleinere Anleger raus.
  • Liquidity Mining ist ein “race to the bottom”, wenn Token verteilt werden und es immer mehr Supply ohne den notwendigen Wert gibt. Liquidität bleibt bei den meisten Projekten häufig nicht lange bestehen. Sobald keine guten Incentives mehr da sind oder bessere Möglichkeiten aufkommen, fließt das Kapital oftmals heraus.
  • Liquiditätsrisiko entsteht beim Farming von Token mit geringer Liquidität, die sehr schlecht handelbar sind
  • Enormes Risiko durch Rug Pulls (Exit Scams)
  • So etwas wie ein free Lunch gibt es nicht. Bedenke die möglichen Risiken: technisches Risiko, Smart Contract Risiko, Liquidationsrisiko, kurzfristiger Verlust, etc.

Liquidity Mining Effekte auf das Blockchain Ökosystem

Gewinner 

  • Liquidity Mining Programme mit unterschiedlichen Zeiträumen, um Wachstumsziele zu erreichen, und unterschiedliche Größen von Subventionen/Rabatten anbieten, die auf die Zielnutzer zugeschnitten sind. 
  • Das Timing der Launches von Projekten ist entscheidend, da die User opportunistisch zu den höchsten Renditen springen
  • Mit dem Zustrom von Governance-Protokollen und Token wird die Nachfrage nach Governance-Aggregator-Dashboards und Pools zur einfacheren Verwaltung von Protokollen steigen.
  • Agnostische Aggregatoren werden gewinnen. Um eine größere Hebelwirkung zu erzielen, haben sich die User nach Projekten wie lnstadapp umgeschaut.
  • Liquidity Mining Programme werden im Laufe der Zeit dynamischer werden und folgende Aspekte berücksichtigen: Qualität des bereitgestellten Kapitals, zeitgewichtete Verteilung, Hard Caps, Stimmrechtsstufen, etc. Ähnlich dem CEX-Angebot von VIP-Vergünstigungen, werden DeFi-Projekte untereinander um Marktanteile konkurrieren und sogar Bonus-Anreize bieten, um die Absprungrate zu minimieren.
  • Der vielleicht interessanteste Aspekt des Liquidity Mining ist der Downstream-Effekt auf andere Protokolle, welche indirekt daran verknuepft sind – wie zum Beispiel Uniswap etc.
  • Versicherungsähnliche Lösungen werden gewinnen. Wachsende Nachfrage nach Smart Contracts ermöglicht es Nexus Mutual und Optionsplattformen wie Opyn, finanzielle Risiken auf Farming Token abzusichern.
  • Tokenisierte BTC-Lösungen werden wichtiger. Es ist die starke Suche nach DeFi auf Bitcoin. Vor allem wBTC und renBTC führen das Feld an, während die User auf Jagd nach Rendite sind.
  • Lending-Märkte gewinnen. Erhöhte Nachfrage der institutionellen Lending-Seite durch DeFi-Lending-Protokolle.
  • Ethereum Miner – Die Transaktionsgebühren steigen aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Blockspace, die Nachfrage nach Fees nimmt zu.

Verlierer

  • Benachteiligt sind Legacy-Projekte mit geringeren Budgets, die nicht in der Lage sind, zusätzliche Mittel für schnelleres Wachstum bereitzustellen.
  • Projekte, welche mehr Regulation benötigen, werden verlieren, da DeFi dies umgeht.
  • Zentralisierte Börsen sind nicht so schnell in der Lage, neue DeFi-Token auf den Markt zu bringen. Dies hat zu kleinen Marktanteilsverlusten geführt. 
  • Hohe Gaskosten verursachen negative Effekte für die User, insbesondere in Bereichen wie dApp-Spielen, in denen Transaktionen mit geringerem Wert stattfinden.

5 Risiken für DeFi

1.Smart Contract Failures & Hacks

Eines der inhärenten Risiken bei der Investition in Krypto-Währungsprotokolle jeglicher Art, DeFi eingeschlossen, ist die Nicht-Null-Chance des Scheiterns, wenn es um den Smart Contract Code geht. 

Das gilt für geprüfte und sorgfältig untersuchte Protokolle, und es gilt noch mehr für ungeprüfte Turing-complete Smart Contracts. Einige der beliebtesten DeFi-Protokolle in den letzten Wochen sind Yam Finance, Spaghetti Money, SushiSwap, und seit kurzem – Kimchi Finance. Ja, du liest es richtig – aus irgendeinem Grund ist die Meme Power in der Community stark und die meisten der beliebtesten DeFi-Protokolle werden nach bekannten Mahlzeiten benannt.

Abgesehen davon, dass diese Protokolle Milliarden an Gesamtwerten anziehen, haben all diese Protokolle eines gemeinsam – sie werden selten auditiert. Das bedeutet, dass sie von den Entwicklern freigegeben wurden und dass es keine dritten Auditing-Firmen oder Teams gab, die die Legitimität des Smart Contract Codes überprüft haben und ob es irgendwelche versteckten Probleme gibt, die für den Investor verheerend sein könnten.

Yam war das erste Protokoll, das einen kritischen Fehler in seinem Code sah – ein Fehler, der dazu führte, dass die ganze Sache völlig unkontrollierbar war und das “Experiment” zu einem vorübergehenden Fehlschlag machte. Infolgedessen ging der Preis für YAM – das Governance Token des Protokolls – in den Keller, sodass jeder, der es kaufte, einen Verlust hinnehmen musste. Es gab auch ernsthafte Risiken für die Leute, die zu der Zeit Staking betrieben. Das Team hat inzwischen versucht, den Schaden zu beheben, aber der Fall von YAM hat aus erster Hand gezeigt, welche Schäden ein kritischer Fehler anrichten kann.

Die in den Pools bereitgestellte Liquidität war zwar nicht gefährdet, aber das ändert nichts am Problem. Ein inhärenter Smart Contract Code-Fehler im Zusammenhang mit der Liquiditätsbereitstellung in ungeprüften Protokollen, der am Ende Millionen, wenn nicht Milliarden an Liquidität verschlingt, könnte für den DeFi-Bereich insgesamt absolut katastrophal sein.

In Zukunft gibt es da draußen Projekte, die absichtlich betrügerisch sein werden und ihre Schöpfer zielen auf nichts anderes ab, als Investoren um ihr Geld zu betrügen. Es gab bereits Scams in Millionenhöhe, die durch Rug-Pulls verloren gegangen sind. Wenn dies jedoch in großem Maßstab geschieht und in einem einzigen Fall zum Beispiel Milliarden auf einmal verloren gehen, könnte es die gesamte Blase in einem Augenblick platzen lassen, da das Vertrauen vollständig ausgelöscht werden könnte.

Im April schaffte es zum Beispiel ein Hacker, 25 Millionen Dollar des gesamten gesperrten Wertes in einem dezentralisierten chinesischen Finanzprotokoll abzuziehen, das von Multicoin Capital unterstützt wird und sich dForce Network nennt. Stell dir nun vor, dass dies einem Protokoll wie SushiSwap passiert, das derzeit einen Gesamtwert von mehr als $1 Milliarde hat und… komplett ungeprüft ist.

Hacks waren von Anfang an eine Bedrohung für das gesamte Kryptowährungsfeld. Im Gegensatz zu zentralisierten Lösungen wie Binance, die normalerweise eine Versicherungspolice haben, um ihre User in solchen Situationen zu schützen, sind DeFi-Protokolle völlig anonym und ungeschützt. 

Dennoch scheinen Investoren mehr als glücklich zu sein, Milliarden in risikoreiche Protokolle ohne Sicherheitsmaßnahmen zu investieren.

2.Ethereum Transaktionsgebuehren

Der Großteil der DeFi-bezogenen Transaktionen und Operationen findet über das Netzwerk von Ethereum statt. Die Folgen sind bereits da – himmelhohe Transaktionsgebühren. Die Gebühren bei ETH erreichen ständig neue Rekordhöhen, was dazu führt, dass viele die Vorstellung unterstützen, dass DeFi bald (wenn nicht schon jetzt) ein Privileg sein wird, das nur den Reichen vorbehalten ist.

Tatsächlich berichten viele User von Fällen, in denen sie für eine simple Transaktion zwischen $50 und $120 zahlen müssen. Dies wird es für Kleinanleger unweigerlich unrentabel machen und Menschen mit ernsthaftem Kapital hohe Renditen ermöglichen. Es ist eine Sache, $5 für eine $100-Transaktion zu bezahlen, aber es ist ein ganz andere, $50 für eine $100-Transaktion zu bezahlen. Während der Blase 2017 ist der Markt sicherlich bis zu einem gewissen Grad auf das Interesse der Privatanleger angewiesen und wenn diese nun ausbleiben, kann es leicht zu einer Implosion kommen.

3.Regulation

Bisher profitieren die meisten DeFi Projekte von einer fehlenden Regulation. Dies ist ähnlich wie es auch für ICOs im Jahr 2016 und 2017 war. Ein Grund, warum dieser so explodierten, war, weil sie sich praktisch ohne irgendwelche Regeln ausbreiten konnten. Vor allem 2018 und 2019 setzte dann die Gegenbewegung der Regulatoren ein und wir kennen ja den Ausgang: Kollaps. DeFi profitiert derzeit von genau demselben Graubereich. Es gibt einfach noch keine Regulatoren, welche dezentrale Tauschbörsen oder dezentrales Verleihen von Coins regulieren. Sollte sich jedoch das einmal ändern, könnte der Markt recht schnell wie auch 2018 bereits implodieren. 

4.Missing Product Market Fit

Wenn wir eines aus so ziemlich allen Projekten bisher lernten, so ist es, dass Leute nur zu ihnen gehen, weil sie einen Vorteil durch die ausgeschiedenen Coins bzw. Token haben. Investoren springen dann schnell zu anderen Projekten, sobald dort bessere Incentives für sie vorhanden sind. Es zeigt sich also, dass die meisten Leute das Produkt oder den Service gar nicht wirklich nutzen, sondern praktisch nur die finanziellen Interessen im Vordergrund stehen. Die große Frage hier wird also sein, ob DeFi Projekte wirklich einmal genutzt werden, oder lediglich Investitionsobjekte bleiben, welche dann, wie auch ICOs 2018, komplett verschwinden. 

5.Andere Shiny Objects

Zu guter Letzt müssen wir noch über andere shiny objects wie Bitcoin nachdenken. Die primäre Krypto-Währung hat in den letzten Monaten ihre Dominanz über den Markt verloren. Das liegt daran, dass DeFi-Coins und andere Altcoins an Preis gewonnen haben. Wenn jedoch eine Sache iklar ist, dann die, dass wenn Bitcoin parabolisch wird, der gesamte restliche Markt recht leicht in die Knie geht.

Ein plötzlicher Anstieg des Bitcoin-Preises könnte ein massives FOMO unter den Privatanlegern auslösen, wie das, was wir im Dezember 2017 gesehen haben. Und während DeFi viel zu technisch ist, als dass der durchschnittliche Investor darauf aufspringen könnte, ist Bitcoin das ganz sicher nicht. Es gibt mehr Möglichkeiten denn je, wie der Durchschnittsbürger BTC kaufen kann und seinen Preis auf neue Allzeithochs treiben kann und dann vielleicht DeFi zum Crashen bringen kann.


Ich hoffe, dir mit diesem Artikel die aufregende Welt von DeFi, Liquidity Mining und Yield Farming ein Stück näher gebracht zu haben und freue mich, wenn du beim nächsten Beitrag wieder vorbeischaust.
Dein Julian

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Bitcoin Nachricht mit Ledger oder Trezor signieren (Schritt-für-Schritt Anleitung) 720 405 Arber

Bitcoin Nachricht mit Ledger oder Trezor signieren (Schritt-für-Schritt Anleitung)

Aktuell gibt es bei DeFiChain einen kostenlosen Airdrop, bei dem jeder Bitcoin hodler pro 1 BTC 500 DFI beanspruchen kann. 

Voraussetzung hierfür: man muss seine BTC Adresse via Nachricht mit einer Signatur verifizieren können, also selbst unter Kontrolle haben oder man hat seine BTC bei speziellen Partnern wie Cake Lapis.

Wir erhalten deshalb zurzeit viele Fragen, wie man denn eine Bitcoin Nachricht mit dem Ledger oder Trezor signieren kann, und in diesem Beitrag erhältst du dafür eine Schritt-für-Schritt Anleitung.

Anleitung auch in Video-Form

3 Fehler, die du auf keinen Fall machen solltest!

  1. Trage auf keinen Fall irgendwo deinen Private Key ein! Der ganze Sinn einer Signatur ist, seinen Private Key niemals hergeben oder eine Transaktion machen zu müssen.
  2. Sende niemals Coins an eine Adresse mit dem Versprechen, Coins zurückzuerhalten! Der klassischste Scam im Krypto-Bereich, und leider funktioniert er immer noch viel zu oft. Ein “Airdrop”, bei dem du eine Transaktion machen musst, ist ein Scam.
  3. Wenn du third parties nutzt, solltest du unbedingt deinen Private Key schützen! Auf Ledger oder Trezor ist dieser zum Glück gut geschützt und verlässt per se nie die Hard Wallet, manche Websites können jedoch versuchen dich zu täuschen und zeigen an, dass du eine Signatur machst, obwohl du gerade eine Transaktion sendest. Daher immer nochmal genau überprüfen, was auch auf dem Ledger/Trezor steht.

Schritt-für-Schritt Signatur Anleitung mit Ledger/Trezor

Da Ledger das Signieren nicht mehr nativ unterstützt, musst du eine third party verwenden. Ich empfehle hierfür die sehr solide Electrum Wallet.
Hier kannst du Electrum herunterladen: https://electrum.org/#download

Danach wird dir wird direkt der erste Screen zur Installation angezeigt. Klicke ganz einfach auf “Next”.

Klicke ganz einfach auf “Next”

Nun hast du die Auswahl, eine ganz normale Wallet zu erstellen oder beispielsweise eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Da wir Electrum nur zum Signieren nutzen wollen und ansonsten ja eine sehr sichere Hard Wallet haben, machen wir es uns hier nicht unnötig kompliziert und wählen “Standard wallet”.

Hier wählen wir “Standard wallet”

Im nächsten Screen wählen wir die unterste Option “Use a hardware device”.

Wähle “Use a hardware device”

Nun sollte dir dein Ledger/Trezor angezeigt werden. Wähle ihn aus und klicke auf “Next”

Wähle deine Hard Wallet und klicke “Next”

Als nächstes wirst du nach den Adresstypen in deiner Wallet gefragt. Hier hast du 3 Optionen zur Auswahl:
a) legacy (p2pkh) – wenn deine BTC-Adresse mit 1 beginnt, wähle diese Option
b) p2sh-segwit (p2wpkh-p2sh) – wenn deine BTC-Adresse mit 3 beginnt, wähle diese Option
c) native segwit (p2wpkh) – wenn deine BTC-Adresse mit bc1 beginnt, wähle diese Option
Den “derivation path” lässt du wie er ist. Klicke auf “Next”.

Wähle deine entsprechende BTC-Adresse und klicke “Next”

Als nächstes wirst du gefragt, ob du die Informationen auf deinem Computer verschlüsseln willst. Wichtig: Dein Private Key bleibt natürlich auf deiner Hard Wallet, die Information gelangt niemals auf deinen Computer. Daher ist es egal, und nach dem Signieren kannst du Electrum eigentlich auch wieder löschen, also wähle was du möchtest. Ich lasse es meistens einfach encrypted.

Wähle ob du deine Wallet-Datei verschlüsseln willst und klicke “Next”

Du bist mit der Einrichtung jetzt fertig!

Sehr gut! Jetzt solltest du bereits alle Adressen auf deinem Ledger/Trezor sehen, und du bist bereit zu signieren.

Wähle dafür Tools -> Sign/verify message

Nun siehst du 3 Eingabefelder: “Message”, “Address” und “Signature”
Die Message, die du eingeben solltest, wird dir eigentlich immer im Vorhinein gegeben! Im Falle von vom DeFiChain Airdrop beispielsweise findest du sie auf der Website.
Bei “Address” gibst du ganz normal deine BTC-Adresse ein.
Bei “Signature” gibst du selbst nichts ein. Diese ist einzigartig und kreiert dein Private Key, ohne ihn selbst herauszugeben! Klicke einfach unten auf “Sign”. Danach musst du diese Signature auf deinem Ledger/Trezor physisch selbst bestätigen und es sollte eine einzigartige Signatur automatisch eingefügt werden, ohne, dass dein Private Key jemals deinen Ledger/Trezor verlassen hat. Du kannst diese Signatur also problemlos und ohne Bedenken weitergeben. Es gibt keine Möglichkeit, von ihr auf deinen Private Key zurückzuführen.

Lies die Beschreibung oberhalb des Bildes, wenn du dir hier unsicher bist.

Fertig! Du hast nun eine Nachricht signiert und somit ohne deinen Private Key herzugeben oder eine Transaktion zu machen bewiesen, dass die BTC zu dieser Adresse wirklich dir gehören.

Du kannst diese Nachricht nun überall verifzieren, zum Beispiel auf tools.bitcoin.com/verify-message

Um deine BTC bei einem Airdrop zu claimen, musst du diese Daten “Message / Address / Signature” nun auf der entsprechenden Website eingeben. Beim DeFiChain Airdrop beispielsweise auf https://defichain.com. Dort wirst du noch ein zusätzliches Feld sehen, wo du deine DFI Adresse eingibst, und dann bekommst du automatisch vom Protokoll deine DFI entsprechend überwiesen. All done!

Wie hat dir diese Schritt-für-Schritt Einleitung gefallen? Lass es mich gerne unten in den Kommentaren wissen!
Dein Julian

Der Wert von Yearn Finance? YFI bald auf 100,000 USD?! 1024 576 Arber

Der Wert von Yearn Finance? YFI bald auf 100,000 USD?!

Es gibt kaum ein Projekt im Krypto-Bereich, das derzeit so sehr im Hype ist wie Yearn Finance. Erst kürzlich überholte der Token YFI Bitcoin im Preis und erlangte dadurch mediale Aufmerksamkeit. Zurecht, oder nur viel heiße Luft und nichts dahinter? Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Zu aller erst sei gesagt, dass der Preis des YFI derzeit tatsächlich über dem von Bitcoin liegt – sich derzeit jedoch etwa 18,5 Millionen BTC in Umlauf befinden, während YFI eine Supply von nur 30,000 hat. Bei der Marktkapitalisierung herrscht also noch ein großer Unterschied.

Nichtsdestotrotz ist YFI derzeit extrem im Hype und erst neulich haben wir in meinem Inner Circle bei einer Trading Idee satte +200% machen können. Doch warum wird yearn.finance so sehr gehyped? Was ist der Wert hinter YFI?

Um das zu verstehen, müssen wir zuerst klären, was Yearn Finance genau anbietet.

YFI ist ein Protokoll zur Ertragsaggregation auf Ethereum. Benutzer können digitale Vermögenswerte in das Protokoll hinterlegen, die dann auf verschiedene DeFi Verleihprotokolle und Liquiditätspools verteilt werden, um die höchsten Erträge zu erzielen. Derzeit konzentriert sich das Protokoll auf vier Hauptproduktangebote:

  1. Earn: Hierbei handelt es sich um ein System intelligenter Verträge, bei dem die Benutzer Vermögenswerte in einen Pool einzahlen können und die Verträge nach dem besten Protokoll (in Bezug auf den effektiven Jahreszins) zum Verleihen suchen.
  2. Zap: Dies ist eine Ein-Schritt-Lösung, um jedes digitale Asset gegen jedes andere digitale Asset auszutauschen. Bei vielen Tauschgeschäften müssen die Nutzer eine Reihe on Zwischenschritten durchlaufen, die schwierig zu verwalten oder teuer sein können. Zap handhabt diese programmatisch im Backend, sodass es für die Nutzer einfach ist, die Assets zu tauschen, vor allem bei großen Mengen.
  3. APR: Dies ist eine Aufschlüsselung der APRs auf verschiedene Vermögenswerte und Verleihprotokolle und bietet einen quantitativen Überblick über die Arbitragestrategien auf hoher Ebene.
  4. Vaults: Dies ähnelt den Liquiditätspools in anderen DeFi-Produkten. Benutzer können in diesen Pools Vermögenswerte hinterlegen, die dann in Yield Farming investiert werden (wie Compound’s COMP Token), und dann wieder gegen den ursprünglichen Vermögenswert eingetauscht werden. Yearn Vaults suchen nach dem besten Weg, Liquidität zu investieren, und sind im Wesentlichen eine freihändige Möglichkeit für die Nutzer, durch Liquiditätsabbau zu verdienen.

Bis jetzt hat Yearn einen TVL von fast $850 Millionen, was es zum viertgrößten Protokoll auf DeFi Pulse macht.

Yearn verfolgt einen dezentralisierten Ansatz für die Steuerung dieser Strategien und hat einen Steuerungs-Token namens YFI eingeführt, der durch die Investition von Vermögenswerten in Yearn und die anschließende Reinvestition des ausgegebenen Token in einen Steuerungsvertrag, der YFI an die Nutzer zurückgibt, gemined wird.

Jetzt die große Frage: Was ist der Wert des Token?

Wenn es nach Yearn selbst geht, ist YFI “wertlos” und sollte verdient, nicht gekauft werden. YFI ist aber seit seinem anfänglichen Preis von $32 auf zeitweise über $30,000 explodiert. Anfang diesen Monats hat der Token den Wert von BTC in den Schatten gestellt. Bei einer Hard Cap von 30,000 Token beträgt die Marktkapitalisierung aktuell ca. $873,000,000. YFI ist für den Handel auf Binance und Uniswap gelistet.

Meine Meinung: Die große Frage ist, ob Governance einen greifbaren Wert hat. Die Krypto Community zeigt dies zwar, sicher bin ich mir jedoch nicht. Dennoch hat noch kein Governance Token jemals so schnell gepumpt wie YFI. Und das, obwohl sogar der Gründer das Token als “wertlos” bezeichnet. YFI legitimiert ev. die Idee einer kryptofähigen Governance und setzt einen neuen Standard für dezentralisierte Finanzen, Governance und Kreditvergabe. Bei COMP hat man dies aber auch gedacht und man siehe sich den Preisverlauf seitdem an…

Im Endeffekt läuft es auf die Frage hinaus, wie viel der Bevölkerung ein Stimmrecht bei Yearn wert ist. Wirklich $30,000? Das ist etwas, woran ich sehr zweifle.

Doch was ist deine Meinung zu Governance Token? Haben sie einen Wert? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!
Dein Julian

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