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Die Kunst politische Zyklen zu erkennen (Trump, Rassismus, etc.) 720 405 I-Unlimited

Die Kunst politische Zyklen zu erkennen (Trump, Rassismus, etc.)

Die Kunst, politische Zyklen in einem Land oder Region zu erkennen ist nicht nur politisch interessant, sondern als Investor, weil man sich hier einen absoluten Startvorteil hat. Weiterhin kann es auch für dich als private Person extrem spannend sein, wenn du nicht wie ein Baum fest gebunden bist, sondern ein Land aussuchen möchtest, welches zu deinen Bedürfnissen passt.

Die große Kunst ist immer die Wellen zu erkennen. Die richtig gute Investoren schaffen die Wellen zu erkennen, wenn die große Masse die Welle noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Dabei gibt es für mich die 3 verschiedenen Typen:

1. Nichts mitbekommt (Chillt nur am Strand)
2. Zu spät (Verpasst immer alles)
3. Profis (meistens weniger als 1 %)

In den meisten fällen tun sich die Leute sehr schwer mit dem großem Bild – den Makro-Ökonomischen Sachen. Die erfolgreichen Investoren erkennen die großen Zyklen der Gesellschaft und können diese extrem einfach runterbrechen und erschaffen sich somit einen Vorteil.

Wie du genau diese Dinge lernst, erfährst du in meinem detaillierten Video:

Wie siehst du das ganze? Lass mich gerne in den Kommentaren wissen!

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Dein Julian


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CRASH!!!! War’s das schon? So geht’s jetzt weiter! 720 405 I-Unlimited

CRASH!!!! War’s das schon? So geht’s jetzt weiter!

Der Großteil der Menschen trifft falschen Entscheidungen, Der Großteil der Menschen hören auf die falschen Leute. Der Großteil der Menschen werden durch die falschen Emotionen geleitet. Genau auch in diesem Jahr, war es extrem wichtig in den richtigen Mastermind Gruppen zu sein und seine Entscheidungen zu reflektieren und nicht überreagieren! Dabei kann es auch sehr hilfreich sein, mit Menschen zu reden, die genau das Gegenteil denken!

Ein weiterer großer Punkt dabei ist das Timing – beim Erfolg spielt dabei Timing 51% die entscheidende Rolle! Du kannst noch so gute Entscheidungen treffen, du kannst noch so hart Arbeiten, wenn du dies zum falschen Zeitpunkt machst, kann dies ganz andere Ergebnisse hervorrufen.

Wichtig: Ändern sich die Fakten – muss sich deine Meinung ändern! Ändern sich die Fakten und du änderst nicht deine Meinung, bist du im Kreislauf gefangen. Ich weiß, dass dies verdammt hart ist und tief mit Emotionen verbunden ist. Reflektiere, rede mit anderen Menschen, schaue was Menschen machen, die bereits das haben, was du haben möchtest!

Im Video gehe ich anhand von Grafiken und Beispielen sehr ins Detail:


Was hast du am 11.6.2020 gemacht? Gehodlt? Verkauft? Gekauft? Lass es mich gerne wissen hier in den Kommentaren. PS.: Bei Interesse für den Inner Circle, bitte bewirb dich bei Ewald: https://t.me/cryptofit_76

Dein Julian

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Tezos einfach erklärt: Topperformer jetzt kaufen? 992 781 I-Unlimited

Tezos einfach erklärt: Topperformer jetzt kaufen?

Überblick

Tezos sticht aufgrund der anhaltend positiven finanziellen Entwicklung seines Tokens sicherlich aus der Masse der vielen ICO Projekte von 2017 heraus.

Dies alleine macht es schon interessant sich mit dem Tezos Projekt zu beschäftigen. Ein Blick auf die Grundlagen des Projekts soll helfen zu verstehen, ob die Chancen auf eine weiterhin gute Entwicklung des Projekts positiv sind, oder ob offensichtliche Gefahren oder größere Hindernisse lauern und sehr viel Hopiom im Spiel ist.

Tezos ist eine dezentrale Plattform für dApps und Smart Contracts und steht somit im Wettbewerb mit Ethereum, EOS, NEO, Cardano etc. Schon bei dem Blick auf den Wettbewerb drängt sich Fragen auf wie „“Warum noch eine dApp und Smart Contract Plattform?“ oder “Hat Tezos überhaupt eine Chance sich gegen diese Wettbewerber zu behaupten?“

Dieser Blog soll zunächst die finanzielle Entwicklung genauer untersuchen und im Anschluss die Frage zu den Besonderheiten und dem Wettbewerb beleuchten.



Woher kommt Tezos

Auf die Frage nach der Bedeutung des Wortes Tezos hat Arthur Breitman, der Gründer von Tezos, einmal in einem Interview gesagt “es ist das altgriechische Wort für Smart Contracts“. Wäre natürlich ein toller Ursprung, hätte es vor 2500 Jahren ein Wort für Smart Contracts gegeben ;-). Die Wahrheit ist, Tezos wurde als Name gewählt, da es kurz, einprägsam und einzigartig ist. Gibt man Tezos bei Google ein bekommt man nicht Dutzende andere Dinge für welche Tezos auch als Begriff benutzt wird. Dies hilft sicherlich, insbesondere in der Anfangsphase, gefunden zu werden.

Die Tezos Foundation hat – wie so viele Foundation im Bereich Blockchain – ihren Sitz in Zug (CH). Die Geschichte der Foundation und die Beziehung zum Tezos-Gründerpaar Arthur und Kathleen Breitman war eine Zeitlang von heftigen Auseinandersetzungen geprägt.

Nach schweizer Recht müssen die Foundation und ihre Vorstandsmitglieder (Board Member) unabhängig voneinander sein. Daher war der Plan, dass die Tezos Foundation die Firma Dynamic Ledger Solutions Inc. (DLS), welche im Besitz von Arthur und Kathleen Breitman war, den Breitmanns für 8,5% aller Mittel aus der ICO und 10% aller Token abkaufen würde.

Johann Gevers, der Gründer der Crypto Valley Association Zug, wurde zum Vorstandsvorsitzenden der Foundation ernannt. Schweizer Foundation werden vollständig von ihrem Vorstand, in diesem Falle Gevers und zwei weitere Vorstandsmitglieder, kontrolliert. Zwischen den Breitmanns und Gevers kam es zu heftigen öffentlichen Auseinandersetzungen. In der Folge dieser Auseinandersetzungen, welche sich über einen längeren Zeitraum hinzogen, trat dann Gevers “freiwillig“ zurück. Aufgrund der Streitigkeiten kam es zu deutlichen Verzögerungen beim Projektstart, wodurch der Wert der Tezzies sich um 50% reduzierte, was zu einer Reihe von Sammelklagen führte:

  • Verkauf von nicht-registrierten Wertpapieren (unregistered securities)
  • Falsche Angaben zur Verwendung der Mittel
  • Falsche Angaben zum Start-Datum des Netzwerks
  • Irreführende Werbung, unfairer Wettbewerb etc.

Auch wenn die Beiträge zur ICO als nicht-rückzahlbare Spende (non-refundable donation) bezeichnet wurden, so ist doch klar, dass der Howey-Test diese als Security betrachten würde. Offenbar steht man bezüglich der Sammelklage in Zusammenhang mit der ICO endlich vor einer Einigung und kann dieses Kapitel abschließen.

Trotz all dieser Geschehnisse, wurde die Tezos Plattform dann am 30. Juni 2018 als Betanet gestartet. Da das Betanet sich als stabil erwies, wurde daraus im September 2018 das Mainnet.

Finanzielle Entwicklung

Unter den 10 größten ICOs in 2017 gibt es nur 2, welche aktuell einen positiven ROI vorweisen können, EOS mit 131% und eben Tezos mit 288%. Filecoin, die größte ICO 2017 hat aktuell einen ROI von -51%, alle anderen ICOs haben sich aus finanzieller Sicht bisher noch schlechter entwickelt. In einem so volatilen Markt wie dem der Crypto-Währungen ist es immer gut die Performance eines Coins gegen Bitcoin, die unangefochtene #1, zu messen. Erst wenn man die finanzielle Performance eines Coins gegen Bitcoin über einen Zeitraum anschaut, kann man ersehen, ob er sich wirklich außerordentlich entwickelt. Zu berücksichtigen ist hier auch immer, dass das Risiko von Bitcoin gegen Null zu gehen als geringer einzuschätzen ist, als das vergleichbare Risiko anderer Coins.

Coin Preis 01.01.2019 Preis 01.01.2020 Veränderung
Bitcoin 3742 USD 7193 USD + 92%
Ethereum 135 USD 132 USD  – 2%
EOS 2,58 USD 2,62 USD +1,5%
Tezos 0,47 USD 1,35 USD +186%

Wie man der Tabelle entnehmen kann, hat sich Tezos nicht nur gegenüber Bitcoin sehr gut entwickelt, sondern auch gerade im Vergleich mit den großen Wettbewerbern im dApp und Smart-Contract Bereich eine hervorragende Preisentwicklung genommen.

Hier noch ein Überblick über die Entwicklung in 2020:

Coin Preis 01.01.2020 Preis 20.03.2020 Veränderung
Bitcoin 7193 USD 6422 USD – 11%
Ethereum 132 USD 139 USD  + 5%
EOS 2,62 USD 2,33 USD – 11%
Tezos 1,35 USD 1,77 USD +31%

Insgesamt eine sehr gute Entwicklung des Preises, insbesondere gegenüber dem Wettbewerb.

Sehr interessant ist hier die große Schwankung innerhalb der ersten knapp 3 Monate in 2020 (obere zwei Balken).

Finanzielle Zahlen

Marktkapitalisierung: 1,148 Milliarden USD
Aktueller Supply: ~704,4 Millionen XTZ
Maximaler Supply: Unbegrenzt, etwa 5% Inflation pro Jahr
Derzeitige Assets: 635 Millionen USD laut Halbjahres-Report

Governance Modell

Das dezentrale Governance Modell von Tezos ist sicherlich einer der ganz wichtigen Aspekte dieses Projekts. Dieser Bereich teilt sich im Wesentlichen in das Mining (Baking) und die Entscheidungsfindung (Governance) auf.

Mining

Tezos nutzt eine Form von Delegated-Proof-of-Stake (DPoS), oft Liquid Proof-of-Stake (LPoS) genannt. Während EOS, welches DPoS nutzt, nur 21 aktive Blockproduzenten (Delegates) und eine Anzahl von Standby-Delegates hat, gibt es laut mytezosbaker.com derzeit 118 sogenannte Baker in 36 Ländern, welche alle 60 Sekunden einen Block erzeugen sollen. Es gibt zusätzlich zu den offiziell auf mytezosbaker.com genannten Baker eine noch höhere Anzahl nicht öffentlich bekannter Baker. Baker sind die Blockproduzenten in Tezos, ihre Zahl kann in Zukunft mehrere zehntausend Nodes erreichen. Neben gewissen HW-Voraussetzungen um einen Node betreiben zu können (Tezos Baking ist Disk I/O Intensiv), benötigt der Baker 8.000 XTZ (zu Beginn von Tezos waren es 10.000). Die Anzahl von 8.000 XTZ muss der Baker nicht selbst besitzen, sondern kann einen Teil davon von XTZ Besitzern delegiert bekommen, welche selbst nicht als Baker aktiv werden wollen und so dennoch einen Teil der Baking-Rewards erhalten. Diese Form des einfachen passiven Einkommens macht Tezos für viele Nutzer sehr interessant. Wichtig ist hier, dass der Delegierte (Baker) diese ihm delegierten Token nicht besitzt, kontrollieren oder gar ausgeben kann. Die Token verbleiben in der Wallet des Besitzers. Dies hat auch den Vorteil, dass die zirkulierende Menge an XTZ nicht stark reduziert wird. Wären z.B. 90% der Token in den Rolls gebunden würden Änderungen in der Nachfrage nach XTZ einen höheren Einfluss auf die Varianz des Preises haben. Neben verschiedenen Staking-Pools bieten auch Exchanges wie Coinbase und Kraken das Staken von Tezos an, aktuell bei einer jährlichen Rendite von ~6 Prozent.

Das Recht einen Block zu erzeugen (baken) wird mehrere Wochen im Voraus vergeben. Ein XTZ Coin wird nach einen Zufallsverfahren ausgewählt und überträgt das Recht auf die Erzeugung des Blocks auf die Roll in welcher sich der Coin aktuell befindet. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit für einen Baker, dass seine Roll die Rechte zur Erzeugung eines Blocks erhält umso größer, desto mehr Coins sich in der Roll befinden. Um sein Recht auf das Erzeugen eines Blocks wahrnehmen zu können, muss der Baker eine entsprechende Sicherheitsleistung (Safety-Deposit) hinterlegen. Diese Sicherheitsleistung geht verloren, sollte der Baker gegen geltende Regeln des Baking verstoßen. Die Höhe der Sicherheitsleistung ist mit 8,25 Prozent der Roll festgelegt. Dies bedeutet, der Baker sollte zumindest 8,25 Prozent der Token in seiner Roll besitzen. Da, wie zuvor erwähnt, die Rechte auf das Baking Wochen im Voraus bestimmt werden, hat der Baker noch Zeit fehlende Token zu kaufen oder zu leihen. Für jeden Block den er erzeugt, erhält der Baker 16 XTZ zuzüglich der Gebühren.

Baker können jedoch auch für eine zweite Aufgabe herangerufen werden. Hierbei geht es darum, die Richtigkeit von erzeugten Blöcken zu prüfen (endorsing) und dies entsprechend zu bestätigen. Baker müssen auch hierfür eine Sicherheitsleistung hinterlegen. 32 Baker werden zufällig ausgewählt um einen erzeugten Block zu verifizieren und erhalten für diese Aufgabe 2 XTZ pro Block der von ihnen verifiziert wird. Baker, welche sich in der Vergangenheit als Scammer erwiesen haben kommen auf die Black List, welche auch auf mytezosbaker.com zu finden ist.

Die Anzahl der Token die vom Protokoll für Baking und Prüfung ausgegeben werden ist so bestimmt, dass die Anzahl der Token pro Jahr um etwa 5,5 Prozent wächst.

Governance

Tezos Foundation

Die Tezos Foundation ist in der Schweiz beheimatet und durch die entsprechenden Gesetze reguliert. Die Ziele der Foundation sind die Weiterentwicklung des Tezos Protokolls sowie der damit in Zusammenhang stehenden Technologien zu fördern und für diese zu werben. Ferner ist die Förderung der Community ein wesentlicher Auftrag der Foundation. Zu diesen Zwecken vergibt die Foundation Zuschüsse (Grants) an Mitglieder der Community, für die Entwicklung von Lehrmaterial, an wissenschaftliche Einrichtungen, Entwickler und andere Personen und Institutionen die bei der Weiterentwicklung von Tezos helfen. Dem Halbjahres-Report der Foundation, welcher am 19. März 2020 veröffentlicht wurde, sind hierzu interessante Fakten zu entnehmen. Für das halbe Jahr seit dem letzten Report im August 2019, wurden über 200 Anfragen auf finanzielle Förderung erhalten, welche in 78 Fällen zu einer Förderung geführt haben. Die Empfänger der Fördermittel sind über 26 Länder verteilt.

Die Evaluierung bis zur Vergabe von Fördermitteln folgt einem vierstufigen Prozess.

Hier die Aufteilung der 37,6 Millionen USD Fördermittel, welche seit August 2019 über diesen Prozess bewilligt wurden:

Details zur Verwendung und den beteiligten Organisationen können dem Halbjahres-Report entnommen werden.

Dieser Report zeigt sehr gut die Vielzahl der am Ecosystem beteiligten Gruppen.

On-Chain Governance

Die zuvor dargestellten Zusammenhänge bezüglich des Consensus haben einen entsprechenden Einfluss auf die On-Chain Governance. Die Teilnehmer des Consensus/Baking sind die Entscheider bezüglich Veränderungen des Tezos Protokolls. Der Besitzer delegiert nicht nur seine Baking-Rechte an den Baker, sondern auch Stimmrechte (Voting Rights). Aufgrund der – aller Voraussicht nach zunehmenden -Dezentralisierung des Bakings sollte es hier nicht zu einer unguten Konzentration von Stimmrechten kommen, wie dies z.B. bei Lisk der Fall ist. Den Besitzern der Token steht es immer frei, den Delegierten zu wechseln, falls dessen Abstimmungsverhalten nicht in Einklang mit den eigenen Präferenzen ist.

Die Abstimmungen finden in drei Schritten statt. Während der initialen Untersuchungsphase (Exploration), können die Baker mit Ja (Yay), Nein (Nay) oder Enthaltung (Pass) stimmen. Damit der Vorschlag bzw. die Veränderung, über welche Abgestimmt wurde, erfolgreich ist und das Vorhaben in die Testphase übergehen kann, müssen mindestens 81,39 Prozent der Baker abgestimmt haben damit das Quorum erreicht ist. Von jenen die mit Ja oder Nein abgestimmt haben müssen wiederum mindestens 80% mit Ja gestimmt haben. Dies nennt sich dann Supermehrheit (supermajority). Wenn die Testphase abgeschlossen ist, startet die Werbephase (promotion phase). Auch hier kommt es wieder zu einer Abstimmung nach ähnlichem Muster wie für die Untersuchungsphase zuvor beschrieben. Ist diese Abstimmung erfolgreich hinsichtlich der Akzeptanz der Änderung, kommt eine der Kernideen hinter Tezos zum Tragen. Nach erfolgreicher Abstimmung wechseln die Tezos Nodes auf dieses neue Protokoll. Diese automatische Umschaltung auf das neue Protokoll ist das Selbst-Anpassungs-Protokoll (self-amendment-protocol) von Tezos. Mit diesem Prozess sollen Forks wie z.B. Bitcoin -> Bitcoin Cash oder Ethereum -> Ethereum Classic vermieden werden.

Der erste Live-Test dieses Prozesses startete am 28. Februar 2019 mit einem Vorschlag genannt Athens A, bei welchem über eine Reduzierung der Mindestgröße einer Roll (von 10.000 auf 8.000) und eine Erhöhung der maximalen Gas-Fee abgestimmt wurde. Der Prozess für Änderungen des Protokolls läuft über Abstimmungszyklen von 131.072 Blöcken, d.h. etwa drei Monaten. Auf tezos.help kann man die Abstimmungsphasen und Ergebnissen der eingebrachten Protokollveränderungen einsehen:

Hier ein Beispiel für das Athens Update:

Die Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Delegierten und deren Abstimmungsgewicht kann man weiter unten auf der entsprechenden Seite sehen.

In der Testphase finden keine Abstimmungen statt:


Hier die Ergebnisse der finalen Abstimmung:


  • Nach der erfolgreichen Abstimmung wurde die entsprechende Protokolländerung in das Protokoll übernommen und die Nodes haben am 30. Mai 2019 auf dieses Protokoll gewechselt.

Dies war die erste Abstimmung, und ein Beleg für die Funktionalität der dezentralisierten Governance. Weitere Abstimmungen sind gefolgt.

Roadmap

Wie zuvor erwähnt, entscheidet die Tezos Foundation über Fördermittel für die Entwicklung externer Projekte, welche einen entsprechenden Antrag stellen. Da eine Vielzahl von Organisationen an der Weiterentwicklung von Tezos arbeiten, und hierfür Anträge zur Förderung stellen, gibt es keine explizite Roadmap. Die Foundation reagiert auf Anträge und Vorschläge anstatt Vorgaben zu machen, welche Entwicklung man gerne sehen würde. Auf Reddit findet man folgendes zur Roadmap:

Der bereits erwähnte Halbjahres-Report gibt jedoch Auskunft über jene Initiativen für welche Fördermittel bewilligt wurden.

Team

Foundation Council:

Ryan Jesperson Präsident der Tezos Foundation
Michel Mauny CSO Nomadic Labs
Marylène Micheloud Co-President der Valais Academic Association
Lars Haussmann Head of Corporate Management bei Haussmann Treuhand AG
Hubertus Thonhauser Managing Partner bei Enabling Future (VC-firm) 
Ryan Lackey Gründer mehrerer IT Sicherheitsfirmen.
Alexis Bonte Mitgründer und CEO von eRepublik Labs

Community:

Facebook:      1600 Abonnenten
Twitter:       25.000 Follower
Reddit:        22.600 Mitglieder

Tezos selbst unterhält eine große Community und wendet hierfür auch beträchtliche Mittel aus dem Budget auf.

Foundation Council:

Die Tezos Foundation besteht aus folgenden Councils & Communities:

  • Foundation Council
    Management & Administration der Foundation und der Assets
  • Executive Committee
    Asset Management im Auftrag des Foundation Councils
  • Audit Committee
    Prüfung von Finanz- & Business-Reporting der Foun­dation.  Zuständig für Steuern und Audits.
  • Investment Committee
    Gibt dem Founda­tion Council Empfehlungen hinsichtlich Investition der Assets außerhalb von Förderungen. Bei 635 Million USD Vermögen sicherlich sinnvoll.
  • Technical Advisory Committee
    Technische Unterstützung des Foundation Councils bei allen Protokollfragen etc.
  • Nomination Committee
    Kann neue Mitglieder des Councils vorschlagen.

Insgesamt eine Umfangreich Organisation, in welcher es ausreichend gegenseitige Kontrolle geben sollte.

Partnerschaften

Partnerschaften sind ein wichtiger Teil beim Aufbau des Ecosystems einer Plattform. Ferner verleihen Partnerschaften mit angesehenen Organisationen auch erhöhtes Ansehen am Markt. Die Tezos Foundation hat bisher zahlreiche Partnerschaften abgeschlossen, welche auch zu einem Anstieg des Preises von XTZ geführt haben. Beispiel ist die Partnerschaft mit der größten Investment Bank Brasiliens “Banco BTG Pactual“, welche zu einem Kursanstieg des XTZ Coins von ~20 Prozent führte.

Technik

Programmiersprachen

Tezos ist in der Programmiersprache OCaml von Grund auf neu geschrieben und geht nicht auf eine Fork einer anderen Plattform zurück. Wie auch Ethereum ist Tezos für Smart Contracts und dezentralisierte Anwendungen (dApps) entwickelt worden. Beide Projekte besitzen sogenannte “Touring Complete“ Programmiersprachen für die Erstellung von Smart Contracts, welche die jeweilige Währung – XTZ und ETH – als Gas zur Ausführung benötigen. Im Gegensatz zu Ethereum, welches bekanntlich Solidity für Smart Contracts benutzt, verwendet Tezos die Programmiersprache Michelson. Ob es eine gute Idee ist, sowohl für die Plattform als auch für die Smart Contracts, eine andere Programmiersprache als die Wettbewerber zu nutzen erscheint fraglich. Tezos ist vom eigenen Weg und seiner Notwendigkeit überzeugt. Ein wesentlicher Unterschied den Tezos hervorhebt ist, dass externe Contract Aufrufe in Michelson Eintrittsinvarianz nicht erlauben. Dies ist in Ethereum nicht der Fall, was zu Attacken wie beim bekannten Ethereum DAO Hack geführt hat.

Ein weiterer Vorteil von Michelson als High-Level Language aus Sicht von Tezos ist die gute Lesbarkeit des Codes. Dies soll es auch Nicht-Programmierer ermöglichen, jene Smart Contracts welche man abzeichnet, zu verstehen. Damit diese High-Level Language korrekt und zuverlässig in Code umgesetzt wird bedarf es eines zertifizierten Compilers. Die Möglichkeit einer mathematischen Verifikation des Michelson Codes erhöht die Resistenz gegen Bugs, wobei Bugs natürlich nie ausgeschlossen werden können. Ferner soll das Berechnen der Gas-Mengen in XTZ einfach sein. OCaml ist eine funktionale Programmiersprache, welche eine Prüfung des Programmcodes erlaubt und so zur Fehlervermeidung beitragen soll. Fehlervermeidung – soweit möglich – war von Beginn an eine wichtige Forderung von Arthur Breitman.

Skalierbarkeit

Das derzeitige Limit von 40 Transaktionen pro Sekunde ist für eine Blockchain mit DPoS als Consensus Protokoll gering. Diese Limitierung ist eine Vorsichtsmaßnahme und soll bei Bedarf erhöht werden.

Anwendungen

  • BTG Pactual und Dalma Capital wollen die Tezos Blockchain für Security Token Offerings (STOs) im Wert von über einer Milliarde USD nutzten.
  • Die in Berlin ansässige Fundament Group will, basierend auf der Tezos Plattform, die erste BaFin konforme digitale Security in Deutschland anbieten.
  • Globacap aus London will ebenfalls UK Financial Conduct Authority (FCA) regulierte digitale Securities anbieten.

Weitere Anwendungen sind dem Halbjahres-Report zu entnehmen.

Fazit

Tezos ist sicherlich ein interessantes, wenn auch noch sehr junges Projekt. Hervorzuheben ist das dezentralisierte Governance Modell, welches trotz Dezentralität Forks vermeiden soll. Allerdings ist hier zu sagen, dass nur über jene Protokolländerungen abgestimmt wird, welche zuvor durch die Tezos Foundation geprüft wurden. Ferner ist die Möglichkeit durch die Teilnahme am Baking ein passives Einkommen aufzubauen für viele XTZ Besitzer interessant. Die finanziellen Ressourcen des Projektes sind hervorragend und durch die anstehende Einigung in Sachen der Sammelklagen werden Unsicherheiten beseitigt. Durch die Vielzahl der Partnerschaften und die umfangreiche Community könnte Tezos, auch jenseits der Marktkapitalisierung, ein ernstzunehmender Wettbewerber für Ethereum, EOS & Co. werden.

Pro:

  • Sehr umfangreiche finanzielle Mittel
  • On-Chain Governance verhindert Forks
  • Staking erlaubt die Generierung von passivem Einkommen
  • Vielzahl an Staking-Pools (Bakers) gut für Dezentralisierung
  • Große aktive Community von Partnern und Entwicklern

Con:

  • Noch geringe Skalierung
  • Verwendete Programmiersprachen kaum anderweitig im Einsatz
  • Etablierte Konkurrenz wie Ethereum
  • Keine klare Roadmap

Schnellübersicht

Jetzt würde mich noch dein Fazit zu TEZOS interessieren – lass es mich in den Kommentaren wissen und welcher Coin, wir uns als nächstes Anschauen sollten!

Wichtig: Am Dienstag mach ich ein Webinar “Wie bleib ich im Krypto Markt up to date?” https://i-unlimited.de/cryptoupdate

Dein I-Unlimited Team

*Disclaimer
Dieser Artikel ist rein eine Analyse von Tezos. Dies ist keine Investment-Empfehlung. Wie bei jeder Investition ist dein Kapital gefährdet und die Rendite ist nicht garantiert. Bevor du dich für eine Investition entscheidest, ließ bitte unsere Risikoerklärung oder wende dich gegebenenfalls an einen Finanzberater

Cardano – einfach erklärt: Ethereum-Killer oder Flop? 750 375 I-Unlimited

Cardano – einfach erklärt: Ethereum-Killer oder Flop?

Einfach alles besser machen ist alles andere als einfach.

Wenn man sich das Video von Charles Hoskins – Gründer von Cardano – in welchem er 2017 in einer Whiteboard Session das Cardano Projekt erklärt hat anschaut wird klar, das ist kein einfaches “wir machen alles besser als XY“ Projekt. Nein, Cardano ist ein ganz neuer Ansatz in vielerlei Hinsicht.

“Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind.”
Alexander Graham Bell.

Cardano bezeichnet sich selbst als 3rd Generation Plattform und will jene Dinge, die man bei 1st Generation (Bitcoin – Dezentrales Geld) und 2nd Generation (Ethereum – Smart Contracts) Blockchain Plattformen als Unzulänglichkeiten identifiziert hat wesentlich verbessern. Das reduziert sich nicht auf ein paar technische Parameter, sondern schlägt sich ganz wesentlich in einer sehr wissenschaftlichen Herangehensweise nieder.

Architektur:

Cardano hat hier den Vorteil aus den “Fehlern“ – insbesondere hinsichtlich der grundsätzlichen Architektur – von anderen existierenden und konkurrierenden Angeboten wie Ethereum zu lernen.

Charles Hoskins als einer der Mitbegründer von Ethereum, weiß sicherlich wie entscheidend es ist bei Architekturentscheidungen die langfristige Entwicklung der Plattform in Sachen Skalierbarkeit, Erweiterbarkeit und Governance zu berücksichtigen. Am Beispiel Ethereum sehen wir aktuell, wie schwer es jetzt ist die Skalierbarkeit z.B. über Sharding zu erhöhen oder den Consensus Mechanismus von Proof-of Work auf Proof-of-Stake zu ändern.

Peer-Review

Der Peer-Review ist hier nicht auf die Cardano-Entwickler oder die Community begrenzt, man sucht hier den Austausch und das Feedback auf Konferenzen und von Universitäten.

Dies ist natürlich deutlich zeitaufwendiger als Reviews welche nur innerhalb der Entwickler Community stattfinden.

https://cardanofoundation.org/en/news/


Skalierbarkeit:

Ein ganz wesentlicher Punkt, welchen Cardano als Defizite insbesondere bei Bitcoin und Ethereum ausgemacht hat ist die mangelnde Skalierbarkeit.

Skalierbarkeit teilt sich in 3 Bereiche auf:

  1. Transaktionen pro Sekunde (Tx/s.)
  2. Netzwerk-Bandbreite (erforderlich für die Menge der Notwendigen Transaktionen)
  3. Datenmenge (welche Daten muss ich austauschen bzw. in der Blockchain ablegen)

Transaktionen

Bitcoin würde mit seinen ca. 14 Tx/s. selbstverständlich nicht als globales Zahlungsnetzwerk dienen können. Wesentliche Limitierung ist hier der Proof-of-Work Consensus.

Cardano setzt daher auf einen eigenen Proof-of-Stake basierenden Consensus, genannt Oroboros.

Oroboros teilt die Zeit in welcher der Consensus kreiert wird in Epochen ein, und wählt entsprechend einer Zufallsnummer den Slotleader, welcher die Funktion vergleichbar eines Miners ausführt, allerdings ohne den gleichen Aufwand (HW& Energie) betreiben zu müssen. Entsprechend geht keine Zeit verloren um einen Slotleader zu finden und somit können Blöcke in sehr schneller Reihenfolge erzeugt werden.

Slotleader können auch Funktionen für Sidechains ausführen.


Netzwerkbandbreite

Auch die Netzwerkbandbreite ist ein wesentlicher Faktor hinsichtlich der Skalierbarkeit.

Ziel ist es die Bandbreite, welche für die Verbreitung der Daten und die Kommunikation erforderlich ist zu reduzieren.
Hierfür soll RINA (Recursive InterNetwork Architecture) entwickelt werden.
RINA ist ein Gegenentwurf zu TCP/IP. Bei TCP/IP handelt es sich um einen Protokollstapel mit einer Schichtenstruktur, basierend auf dem OSI-Modell, bei welchem jede Schicht eine andere Aufgabe erfüllt. Mittlerweile gibt es für jede Schicht allerdings eine Vielzahl von Protokollen. RINA hingegen basiert nicht auf einem solchen Schichtenmodell, sondern einer rekursiven Struktur für die Netzprotokollarchitektur. Diese umfasst nur wenige Protokolle, die jedoch alles abdecken, was Dienste heutzutage benötigen.


Daten

Mit der steigenden Menge der ausgetauschten Daten wächst die Größe der Daten die gespeichert werden müssen. Ziel ist diese Menge an Daten zu reduzieren. Nicht jeder Teilnehmer benötigt alle Daten von anderen Transaktionen. Wenn Hans und Maria ADA-Token austauschen/transferieren, dann interessiert die anderen Nutzer eigentlich nur, dass der Tokenbesitz anschließend richtig festgehalten wird. Auch in Punkto Privacy ist eine Reduktion von Daten, welche andere Teilnehmer über eine Transaktion erhalten in welche sie nicht einbezogen sind, von Vorteil.

Techniken für die Reduktion der Datenmenge sind:

  • Pruning (Zurückschneiden, Vereinfachen von Datenmengen)
  • Subscriptions (Abonnieren von Information)
  • Compression (Einsatz von Komprimierungsverfahren)
  • Partitioning (Aufteilen des Netzwerks in Shards)

Diese Reduktion der Datenmenge durchzuführen ist sicherlich eine der größten Herausforderungen im Bereich Skalierung!

Zusätzliche Komplexität ergibt sich aus der Entwicklung eigener kryptographischer Verfahren. Auch wenn Charles Hoskins viel Erfahrung im Bereich Kryptographie hat, eigenentwickelte Kryptographische Verfahren bergen immer ein erhebliches Risiko und erhöhen den Entwicklungs- und Testaufwand signifikant. Satoshi hat wo immer er konnte auf bekannte Verfahren zurückgegriffen, auch in Sachen Kryptographie.

Interoperabilität:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich nicht nur eine Blockchain bzw. eine Crypto-Währung durchsetzt. Daher wird es erforderlich einen Austausch zwischen den verschiedenen Netzen zu ermöglichen, welcher auf zentrale Punkte wie Exchanges verzichten kann.

Cardano will Interoperabilität nicht nur zwischen Blockchains wie BTC, ETH und XRP herstellen, sondern auch zu Legacy-Systemen der Banken-Welt (SWIFT etc.)!

Dies ist jedoch sehr ambitioniert und hoch-komplex. Man denke hier an die regulatorischen Erfordernisse, wenn z.B. Geld aus ICOs von Ethereum via SWIFT auf ein Konto bei JP Morgan eingezahlt werden soll. Welche Metadaten sind erforderlich, wie können diese geprüft werden. Zu berücksichtigen sind KYC, AML etc. oder auch, wie kann ich beim Austausch von Werten verifizieren, dass diese wirklich auf der anderen Blockchain bzw. im anderen Netz vorhanden sind.

Cardanos Ziel ist hier ein “Internet of Blockchains“.

Was man sich hier als Ziel gesetzt hat ist eine weitere Herkulesaufgabe. Ganz nebenbei muss man ja auch mit etwaigen Veränderungen in den anderen Netzen Schritt halten, damit der Austausch auch nach Änderungen sichergestellt ist.

Zukunftsfähigkeit

Die zentrale Frage hier ist: „Wie verwaltet und finanziert sich das System?“

Wie kann sichergestellt werden, dass ausreichende Mittel für Betrieb und Weiterentwicklung zu Verfügung stehen? Cardano will nicht, dass die Entwicklung beeinflusst wird von Firmen die Entwickler abstellen (Bsp. Blockstream – BTC) und im Sinne ihres Auftraggebers die Entwicklung von Cardano beeinflussen.

ICOs sind ein einmaliges Finanzierungsinstrument, auch wenn die Einnahmen hieraus über die ersten Teile der Roadmap gestreckt werden, die Mittel werden irgendwann aufgebraucht sein.

Ein langfristiges Finanzierungsmodell muss geschaffen werden, welches eine “Schatzkammer“ speist. Hier orientiert man sich an dem Modell, welches Dash geschaffen hat.

Ähnlich wie bei Dash soll über die Finanzierung von Verbesserungen und Erweiterungen (Cardano Improvement Proposals (CIP), Marketing etc.), welche z.B. von unabhängigen Entwicklern eingereicht werden, per Voting entschieden werden.
Dies in einer dezentralen Weise zu tun, die richtigen Anreize zur Teilnahme am Voting und zur richtigen Verteilung der Mittel zu setzen, ist keineswegs trivial.

Welche Änderungen sollen implementiert werden und ggf. wie soll dies vonstatten gehen, ohne die Community zu splitten und ggf. einen Split des Netzwerks nach einer Soft- oder Hardfork zu riskieren? Man will keinesfalls wie bei Bitcoin eine Vielzahl von Abspaltungen sehen. Hier soll ein Voting-System implementiert werden, welches sicherstellt, dass nur bei großer Zustimmung Änderungen implementiert werden. Das kann natürlich auch hinderlich sein, wenn zu große Mehrheiten erforderlich werden. Dies ist aber gegenüber einem Netzwerksplit zu präferieren.

Langfristiges Ziel in Sachen Governance ist ein sich selbstverwaltendes System ohne Eingriffe von Menschen.

Organisation:

Cardano besteht grundsätzlich aus drei Teilen, wobei die Cardano Foundation und IOHK eng verwoben sind.

Die Cardano Foundation selbst ist für den Community Support sowie für die Arbeit an regulatorischen und kommerziellen Themen verantwortlich. Mit der Entwicklung der Cardano Plattform wurde IOHK (Input/Output Hong-Kong) bis 2020 beauftragt. IOHK wurde 2015 von Charles Hoskinson und Jeremy Wood gegründet.

Der dritte Teil des organisatorischen Setups ist Emurgo. Emurgo soll die Adaption von Cardano durch Zusammenarbeit und Beratung von Firmen/Partnern die Cardano implementieren wollen vorantreiben.

Team:

Fokus ist hier auf dem Führungsteam von IOHK, welches für die Entwicklung der Plattform zuständig ist.

CEO von IOHK ist der Gründer von Cardano Charles Hoskinson. Erfahrung hat Hoskinson aus seiner Zeit als Mitbegründer von Ethereum, wobei er hier bereits im Mai 2014 wieder ausgeschieden ist. Zuvor war er unter Führung von Dan Larimer am Konzept von BitShares beteiligt. Aufgrund seines guten technischen Backgrounds kann man ihn sicherlich als geeigneten CTO sehen, Führungserfahrung in komplexen Projekten, welche auch in Zeit und Budget fertiggestellt wurden ist bei ihm nicht zu erkennen.

Zweiter Mann bei IOHK ist Mitbegründer & Chief Strategy Officer Jeremy Wood. Auch er hat wenig für diese Position qualifizierende Erfahrung aufzuweisen. 6 Monate als Executive Assistant bei Ethereum erscheinen nicht sehr viel.

Community

Die Cardano Community umfasst derzeit ca. 490.000 Mitglieder. Ferner gibt es auf Twitter 142.000 Follower und auf Reddit 77.000 Mitglieder.

Gemäß dem Santiment’s 2019 Market Report, war Cardano 2019 das Projekt mit der meisten Aktivität (vor Ethereum).


Partnerschaften:

Aufgrund der sehr wissenschaftsorientierten Vorgehensweise kam es zu einer Zusammenarbeit mit der Europäischen Union zur Erforschung von Anwendungsfällen für Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Mit dem Staat Georgien gibt es eine Kooperation im Bereich öffentliche Verwaltung und Bildung.

Für Aufsehen hat kürzlich ein Bericht zur Zusammenarbeit von Cardano und PwC hinsichtlich der Ausarbeitung einer kommerziellen Strategie für Cardano gesorgt. Alle Informationen hierzu scheinen jedoch im Wesentlichen auf Aussagen von Charles Hoskinson hierzu zu beruhen.


Status:

Als Charles Hoskinson das Cardano Projekt in eingangs genanntem Video vorgestellt hatte, war für die Bearbeitung aller großen Bausteine des Projekts ein Zeitraum innerhalb von 2018 genannt worden.

Folgende fünf Versionen sind geplant:

Byron: Erste Version (Foundation) von Cardano Kauf/Verkauf von ADA, Ouroboros Consensus Protokoll, Deadalus Desktop Wallet, Block Explorer, Testnet (zusätzlich zu Mainnet), Exchange Interfaces & Support

Shelley: Zweite Version (Decentralization) Fokus: Dezentralisierung

Goguen: Dritte Version (Smart Contracts) Fokus: Smart Contracts & dApps, Erstellung von fugible & NFT Token

Basho: Vierte Version (Skalierung) Fokus: Performance Verbesserung, Sidechains (Offload Work to Sidechain via Sharding)

Voltaire: Fünfte Version (Governance) Fokus: Autarkes System, Implementierung Voting & Treasury insbesondere für Caradano Improvement Proposal (CIP)

Bisher implementiert wurde nur Byron, d.h. die Grundfunktionen, wobei auch hier die finale Version erst im März/April 2020 aktiviert werden soll.

https://testnet.iohkdev.io/en/cardano/byron/

Im letzten Update welches Charles Hoskinson der Community gegeben hat, konnte er noch keinen genaueren Zeitraum für das Release von Shelley (Decentralization) nennen. Er wolle in den nächsten Wochen einen Zeitraum von zwei Monaten nennen in welchem Shelley verfügbar sein soll.

Derzeit stellt sich die überarbeitete Roadmap wie folgt dar:

Wie die Übersicht zur Roadmap zeigt, liegt das Cardano Projekt bereits bei der Grundfunktion (Byron) ein Jahr hinter Plan. Die erste Version von Shelley, welche dann Dezentralisation bringen soll, ist derzeit für Q3 2020 zu erwarten.

Mit den weiteren Versionen (Goguen, Basho, Voltaire) ist sicherlich nicht mehr für 2020 zu rechnen.

Wie zuvor erwähnt, kommen insbesondere mit den Versionen Basho und Voltaire jene Funktionen die als die größten Herausforderungen gelten. Daher ist mit einer Implementierung von Voltaire in einer ausgereiften Version nicht vor 2022 zu rechnen.

Finanzen:

Eine ICO, welche am 1. Januar 2017 abgeschlossen wurde hat Cardano über den Verkauf von 57,6% der Token insgesamt 62,2 Millionen USD eingebracht. Genauere Informationen können den ADA Distribution Audit entnommen werden. Informationen zur Verwendung der eingenommenen Gelder sind dem Audit nicht zu entnehmen.

Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 1,05 Milliarden USD, der Tokenpreis beträgt 0,04 USD.

Hierbei ist sicherlich die Erwartung eines erfolgreichen Projektverlaufs einkalkuliert, auch wenn wohl wenige ADA-Token Besitzer mit einer Einhaltung der geplanten Milestones für die ausstehenden Versionen rechnen werden.

Fazit:

Wie eingangs erwähnt, ist Cardano ein extrem ambitioniertes Projekt! Das Motto ist: “Nur das Beste“.
Während die Vision von Cardano umgesetzt wird, bleiben natürlich die Entwicklungen der anderen Blockchains nicht stehen, sondern Cardano muss sich letztlich mit dem jeweils aktuellen Stand von Bitcoin, Ethereum & Co. messen.
Insbesondere die erhöhte Skalierbarkeit von Bitcoin durch L2-Technologien wie das Lightning-Netzwerk oder PoS und Sharding für Ethereum haben gegenüber dem Stand von 2017 viel geändert.
Bitcoin und Ethereum können bereits auf ein funktionierendes Netzwerk, eine sehr Aktive Community und entsprechende Netzwerkeffekte zurückgreifen.
Wie man von anderen Beispielen (z.B. Facebook, Twitter etc.) weiß, sind Netzwerkeffekte oft wichtiger als manche Features und kaum mehr aufzuholen. Da Cardano mit Byron, der ersten von fünf Versionen, bisher nur Grundfunktion herausgebracht hat und somit keine der großen selbstgesteckten Herausforderungen gelöst hat, wird der Abstand zu den dominierenden Crypto-Währungen derzeit wohl eher größer als kleiner.

Jetzt würde mich noch dein Fazit zu Cardano interessieren – lass es mich in den Kommentaren wissen und welcher Coin, wir uns als nächstes Anschauen sollten!

Wichtig: Am Dienstag mach ich ein Webinar “Wie bleib ich im Krypto Markt up to date?” https://i-unlimited.de/cryptoupdate

Dein I-Unlimited Team

*Disclaimer
Dieser Artikel ist rein eine Analyse von Cardano. Dies ist keine Investment Empfehlung. Wie bei jeder Investition ist dein Kapital gefährdet und die Rendite ist nicht garantiert. Bevor du dich für eine Investition entscheidest, ließ bitte unsere Risikoerklärung oder wende dich gegebenenfalls an einen Finanzberater

Blockchain und Elektromobilität — Wie passt das zusammen? 943 629 I-Unlimited

Blockchain und Elektromobilität — Wie passt das zusammen?

Die Umweltauswirkungen der Moderne, insbesondere des Verkehrs, sind in den westlichen Ländern in letzter Zeit immer präsenter und relevanter geworden. Wenn uns eine mögliche Zukunft der Energiewirtschaft, der Energiepreisgestaltung und der Umweltverträglichkeit interessiert, müssen wir uns mit der Technologie beschäftigen, die diese beeinflussen könnte. Blockchain hat sich als eine solche Technologie etabliert. In diesem Artikel fassen wir die bestehenden Konzepte von Blockchain, Energiewirtschaft und Smart Charging zusammen und verdichten sie zu einem Überblick über die Zukunft der Energie, wobei Blockchain alle relevanten Themen aus deutscher Sicht einleitet.

Einleitung

Die Deutsche Bundesregierung hatte ein ambitioniertes Ziel. Bis 2020 sollten ursprünglich eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen gebracht werden. Obwohl das gesetzte Ziel nicht erreicht wurde, ist es Deutschland nun gelungen, den Anteil an Elektrofahrzeugen auf seinen Straßen deutlich zu erhöhen. So betrug in 2019 die Anzahl an Elektroautos insgesamt 83.000. Die Verkäufe von Hybrid- oder Elektroautos haben sich in Deutschland zwischen Januar und Oktober 2019 fast verdoppelt. Angesichts des enormen Potenzials, das der Elektromobilität nachgesagt wird, ist diese Zahl aktuell noch gering. Allerdings kann erwartet werden, dass die Anzahl an Elektroautos in den nächsten Jahren noch deutlich ansteigen wird. Sowohl die Reichweite der Elektroautos als auch die Ladeinfrastruktur verbessern sich mehr und mehr. Dies senkt die Hürden zum Kauf.

Der Mehrwert von Elektromobilität für das Stromnetz

Doch worin liegen eigentlich die Vorteile von Elektrofahrzeugen? Elektrofahrzeuge weisen einen geringeren Energieverbrauch als Verbrenner auf, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt. Zudem können Elektrofahrzeuge auch zu nützlichen Spillover-Effekten auf die Energiewirtschaft führen. So wird beispielsweise in Zukunft nicht nur ein hoher Wert auf Energieeffizienz gelegt, sondern auch auf eine flexible Energienachfrage (Demand-Side-Management). Doch warum ist eine flexiblere Energienachfrage erstrebenswert? Dies ist primär dadurch bedingt, dass die Produktion nachhaltiger Energie unstetig verläuft und das Stromnetz starken Schwankungen ausgesetzt ist. Dementsprechend ist es das Ziel, zukünftig Verbraucher dazu zu animieren, das Netz zu stabilisieren, ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen. Hier können Akkus, zum Beispiel von Elektroautos, helfen, starke Nachfragefluktuationen zu glätten.

Im Kontext der Elektromobilität ist ein solches Vorgehen unter “Vehicle to Grid” bekannt. Vehicle to Grid befasst sich mit dem Potenzial, das mit der Integration von Elektrofahrzeuge und ihren Batterien ins Stromnetz realisiert werden kann. So kann das Ladeverhalten von Privatpersonen von der Erzeugung erneuerbarer Energien und vom Energiepreis abhängig gemacht werden. Im Falle hoher Energienachfrage und einem geringen Energieangebot, beispielsweise durch ungünstiges Wetter für Photovoltaik- und Windenergie, ist das Netz ausgelastet und der Strompreis dementsprechend hoch. Dann könnten Individuen in Akkus gespeicherten Strom zur Verfügung stellen, diesen veräußern und auf diese Art Einkommen generieren. Im gegenläufigen Falle einer geringen Energienachfrage bei hohem -angebot, wären hingegen die Strompreise niedrig (teilweise negativ). Es wäre dementsprechend für Privatpersonen lukrativ, Strom zum Eigenverbrauch oder der Speicherung nachzufragen. Dieses Vorgehen bieten den Verbrauchern im Laufe der Zeit erhebliche Einsparpotenziale. Wenn eine hinreichend intelligente Ladesteuerung existiert, können diese Potentiale einfach realisiert werden, ohne Ladegewohnheiten drastisch zu ändern. Dies kann Verbraucher unter Umständen zum Kauf von Elektroautos anregen, da ein Lademanagement des Auto-Akkus zusätzliches Einkommen generieren kann. Auf diese Art und Weise ließen sich einfach finanzielle Erträge ohne menschliches Zutun erwirtschaften. Eine Erhöhung der Attraktivität von Elektrofahrzeugen könnte wiederum die Anreize für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur erhöhen, die die sogenannte “Range-Anxiety”, die Angst, mit dem Elektroauto “zu stranden, verringert.

Doch neben dem finanziellen Vorteil des Verbrauchers gibt es noch weitere Vorteile des Vehicle-to-Grid-Ansatzes. Durch diesen Ansatz würde der Druck auf lokale Netzbetreiber und Versorgungsunternehmen in Zeiten hoher Nachfrage verringern werden, da ein effizienter, verteilter Energiespeicher für erneuerbare Energien zur Verfügung stünde. Der Einsatz von Regelenergie zur Eindämmung von Netzüberlastung oder Stromausfällen könnte dadurch verringert werden.

Blockchain als technologische Grundlage

Doch wie könnte eine solches Energiemanagement technologisch umgesetzt werden? Bei der Implementierung kann die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) — häufig auch unter dem Begriff “Blockchain” bekannt — eingesetzt werden. Dies liegt primär darin begründet, dass diese Technologie einen Mechanismus zur intelligenten Zahlungsabwicklung bietet, sodass Smart Contracts (programmierte Logiken auf der Blockchain) ihr volles Potential ausschöpfen können. Beispielsweise könnten in der Blockchain Preisschwellen definiert werden, bei denen automatisch Strom ge- oder verkauft wird. Diese ließen sich auch für jeden Nutzer individualisieren. Außerdem kann eine solche Logik auch so formuliert werden, dass das Fahrzeug am nächsten Morgen wie gewohnt zur Verfügung steht. So ließe sich ohne menschliches Zutun das Laden des Elektroautos auf eine kostengünstige Art und Weise steuern. Dies würde dazu führen, dass das Stromnetz ganz automatisch gleichmäßig ausgelastet ist.

Desweiteren ist es möglich, über Smart Contracts (Strom-) Zahlungen automatisch ohne Intermediär abzuwickeln. So könnte beispielsweise ein Elektroauto ohne menschliche Interaktion automatisch die zu zahlenden Gebühren für den Ladeprozess abführen. Dies würde zu erheblichen Effizienzgewinnen aufgrund geringerer Kosten führen. Das besondere Potential von Smart Contracts im Zusammenhang mit Elektromobilität lässt sich vor allem mit einem digitalen Blockchain-basierten Euro verstärken. Dann wäre eine direkte Abrechnung ohne ein “Eintauschen” der Token in Fiat-Währungen möglich. Smart Contracts, wie sie z.B. bei der Kryptowährung Ether genutzt werden, liegen häufig Krypto-Assets zu Grunde. Dies hat allerdings den Nachteil, dass deren Preise erheblich schwanken können und, dass Unternehmen nicht mit Krypto-Assets agieren und in diesen Geld transferieren wollen. Unternehmen befürworten hier die klassischen Fiat-Währungen, wie den Euro, da dadurch Wechselkursrisiken verringert werden. Ein auf einem Blockchain-System emittierter Euro könnte das Problem der hohen Volatilität umgehen und zu einer höheren Nutzung von Smart Contracts führen.

Öffentliche Förderung von Elektromobilität und Blockchain

Das Thema Elektromobilität wird von der Bundesregierung bereits seit längerer Zeit adressiert und vorangetrieben. Neuerdings ist auch die Blockchain-Technologie in den Fokus der Bundesregierung gerückt. Mit der Veröffentlichung eines eigenen nationalen Strategiepapiers, der Blockchain-Strategie, hat Deutschland einen großen Schritt zur Öffnung der Wirtschaft für die Blockchain-Technologie gemacht und sich als Vorreiter in der EU positioniert. Auf Basis der dargelegten Einzelmaßnahmen und regulatorischen Aspekte können nun Startups, auch im Bereich Blockchain und Elektromobilität, unter einer höheren regulatorischen Sicherheit operieren, was den Standort Deutschland attraktiver macht.

Im Gegensatz zur Künstlichen Intelligenz (KI), bei der Deutschland und seine Unternehmen bereits Strategien haben, um mit der Thematik effektiv umzugehen, fehlt es den Unternehmen bisher an einem adäquaten Umgang mit der Blockchain-Technologie. Die Blockchain-Strategie dürfte nun Unternehmen weiter für die Blockchain-Technologie sensibilisieren und die Entwicklung innerhalb der Unternehmen vorantreiben.

Fazit

Eine höhere Verbreitung der Elektromobilität kann vor allem für die Flexibilisierung der Stromnachfrage nützlich sein. Auf diese Art und Weise kann das Netz gleichmäßiger ausgelastet werden, was für Netzbetreiber, und somit auf lange Sicht für Steuerzahler, sinnvoll erscheint. Haushalte können sich durch ein automatisiertes Lademanagement zusätzliche Einnahmen generieren. Der Prozess des Energiemanagement und der damit einhergehenden Zahlungen können effizient auf Blockchain-Basis abgewickelt werden. Hier bieten besonders Smart Contracts enorme Potentiale, da mit deren Hilfe der Strom automatisch ge- und verkauft werden kann und auch Zahlungen automatisiert werden könnten.

Der Originalbeitrag ist im bdvb aktuell Magazin erschienen.

Danke Jonas, Marcel und Simon für euere Beitrag zur Blockchainwelt!

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Jonas Groß ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frankfurt School Blockchain Center. Er beschäftigt sich tagtäglich mit Fragestellungen rund die Blockchain-Technologie. Zudem untersucht er im Rahmen seiner Promotion an der Universität Bayreuth den Einfluss der Blockchain-Technologie auf die Geldpolitik der Zentralbanken durch Innovationen wie digitale Zentralbankwährungen (CBDC).

Marcel Kaiser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frankfurt School Blockchain Center. Er beschäftigt sich täglich mit verschiedenen innovativen Ansätzen rund um die Blockchain-Technologie. Er hat bereits mit mehreren Unternehmen in der Energiebranche erfolgreich zusammengearbeitet. Er beendet derzeit sein Masterstudium in Economics an der Universität Bayreuth und schreibt seine Masterarbeit im Bereich Decentralized Finance.

Simon Blöthner ist ein studentischer Mitarbeiter in der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik. Sein Forschungsschwerpunkt liegt darin, die Ursachen technologischen Fortschritts zu untersuchen und dessen Einfluss auf globale Märkte, so wie auf wirtschaftliches Wachstum zu quantifizieren. Besonderes Augenmerk legt er hierbei auf die Effekte verschiedener Marktstrukturen, regulatorischer Rahmenbedingungen und Innovationsanreize.

Der Originalbeitrag ist im bdvb aktuell Magazin erschienen.

Physisches Gold langfristig halten, Minenaktien aktiv managen! 957 636 I-Unlimited

Physisches Gold langfristig halten, Minenaktien aktiv managen!

In Zeiten politischer Unsicherheit, exorbitanter  Verschuldung und massivem Kaufkraftverlust rückt Gold wieder verstärkt in den Blickpunkt smarter Investoren. Das gelbe Edelmetall bietet unterschiedliche Anlagemöglichkeiten, daher stellt sich die Frage, ob Anleger eher physisches Gold kaufen oder auf Goldminenaktien setzen sollen?

Zahlreiche Argumente für Gold

Nüchtern betrachtet finden sich zahlreiche Argumente für das Edelmetall. Der Handelskrieg sowie der mögliche Brexit sorgen für eine politische Unsicherheit, darüber hinaus zeichnet sich im Nahen Osten aktuelle keine schnelle Lösung ab. Eine Finanz- und Bankenkrise 2.0 wird immer wahrscheinlicher.  Die Gesamtverschuldung der Welt ist seit 2008 weiter stark gestiegen und beläuft sich aktuell auf 250 Billionen US-Dollar. Dieser Schuldenexzess kann niemals zurückgezahlt werden und sorgt für ein fragiles Finanzsystem. Zudem haben zahlreiche Banken massive Probleme, da zum einem ihr Geschäftsmodell im aktuellen Zinsumfeld nicht mehr funktioniert und zum anderen riesen Volumen an Derivaten wie ein Damoklesschwert über den Finanzhäusern schwebt.

Physisches Gold gilt als Versicherung gegen den Finanzkollaps

Nicht selten wird empfohlen, neben physischem Gold auch in Goldminenaktien zu investieren. Goldminenaktien seien eine geradezu “natürliche Beimischung“ für Goldinvestoren.

Unserer Meinung nach sind physisches Gold und Goldminenaktien völlig unterschiedlich zu bewerten und somit sind auch zwingend unterschiedliche Investmentstrategien notwendig. Investoren müssen berücksichtigen, dass das Investieren in physisches Gold und das Investieren in Goldminenaktien mit durchaus unterschiedlichen Chancen und Risiken verbunden ist.

Physisches Gold ist in erster Linie als eine Art Versicherung für finanziellen Wohlstand zu sehen. Niemand kann derzeit die Konsequenzen der Geldmarktpolitik der Notenbanken im Detail vorhersehen. Viele Marktteilnehmer rechnen jedoch mit einer Abschwächung der Kaufkraft von „Papiergeld“ wie Euro und US-Dollar. Physisches Gold stellt in so einer Erwartungshaltung einen Grundstein für eine finanzielle Absicherung dar. Wer Gold kauft, sei es nun in Form von Münzen oder Barren, der erwirbt de facto das “ultimative Zahlungsmittel”: Gold ist nämlich Geld. Physische Edelmetalle sind somit ein unverzichtbarer Kernbestandteil einer Vermögensaufstellung und sollten unserer Meinung nach mit 5 bis 10 Prozent im Gesamtvermögen gewichtet werden.

Goldminen können der Renditeturbo sein

Zudem können Goldminen als Renditeturbo eingesetzt werden. Goldminenaktien verhalten sich jedoch völlig anders als Gold. So durchlebten diese von 2011 bis 2015 einen desaströsen Bärenmarkt mit einem Verlust von über 80 Prozent. In dieser Zeit wurde viel Geld verbrannt und Vertrauen verloren. Ein erstes kräftiges Lebenszeichen gab es dann wieder in der ersten Jahreshälfte 2016. Auch das Jahr 2019 verläuft bisher sehr positiv, so konnte der Goldminenindex Hui in diesem Jahr 30 Prozent zulegen (Stand 30.09.2019). In Sachen Verschuldung haben die Minenbetreiber aus ihren Fehlern gelernt und die Finanzstrategie komplett geändert. In der Phase von 2010 bis 2012 als der Goldpreis von einem Hoch zum anderen kletterte, finanzierten die Minenunternehmen die Ausweitung ihrer Produktion in der Regel mit Fremdkapital. So wurden auf Pump kleinere Unternehmen aufgekauft oder in die Exploration neuer Liegenschaften investiert. Die niedrigen Zinsen waren für die Goldproduzenten so verlockend, dass auch überteuerte Projekte auf Kredit realisiert wurden. Als der Goldpreis in den folgenden Jahren dann gen Süden marschierte, kamen zahlreiche Unternehmen in die Bredouille, da die Liquidität kaum noch ausreichte, um die Verbindlichkeiten zu bedienen. Wäre der Goldpreis noch weiter gefallen, hätten wohl zahlreiche Firmen, darunter auch einige Schwergewichte der Branche, die weiße Fahne hissen müssen. Nach dieser schwierigen Phase wurden die Fixkosten drastisch gesenkt und darauf geachtet, dass die Produktion so rentabel wie möglich verläuft. Aktuell sind die Minenbetreiber finanziell stärker aufgestellt, um beim zu erwartenden Goldpreisanstieg überproportional zu verdienen.

Goldminen müssen aber aktiv gemanaged werden

Wer Goldminenaktien kauft, geht eine unternehmerische Beteiligung ein. Er partizipiert am Gewinn, wenn das Minenunternehmen erfolgreich wirtschaftet, trägt aber auch die Verluste, wenn sich ein Misserfolg einstellt.  Das Investment in Bergbau-Aktien ist anspruchsvoller und dadurch riskanter. Es sind auch Faktoren wie Energiepreise, Finanzierungszinsen und die politische Situation im jeweiligen Land der Minen zu beachten. Dafür sind die Renditen im Gewinnfall weitaus größer. Dazu müssen Anleger auch wissen, dass der Goldpreis wie ein gigantischer Hebel auf die Goldminenaktien wirkt. Steigt der Preis je Feinunze, so erhöhen sich die Gewinnmargen schlagartig. Das Investieren in Goldminenunternehmen kann im schlechtesten Fall aber auch in einem Totalverlust enden. Ein solches Schicksal ist bei Gold nicht denkbar, weil Gold immer einen monetären Wert haben wird. Allein schon deshalb sollte der Goldpreis weniger stark schwanken als die Kurse der Goldminenaktien.

Entwicklung Gold vs Goldminen (Hui) im zehn Jahreschart

Dieser Chart zeigt deutlich, dass man mit physischem Gold in den letzten Jahren sein Vermögen signifikant steigern konnte. Goldminenanleger, hier abgetragen durch den Hui-Index (blau), haben mit einer „Long only“ Depot hingegen knapp die Hälfte des Depotwertes eingebüßt.   

Gold oder Goldminen?

Diese unterschiedliche Entwicklung zeigt deutlich, dass Goldminen aktiv verwaltet werden müssen. Eine Long Only Strategie, wie sie von Goldminenfonds praktiziert wird, kann zu schmerzhaften Verlusten führen.  Es sollte vor allem darum gehen über einen Zyklus Geld zu verdienen und die Kaufkraft zu erhalten. Sowohl fundamentale als auch charttechnische Daten  geben Aufschluss darüber, ob Goldminen gekauft, gehalten oder verkauft werden sollen. Bei Goldminenaktien ist es letztendlich ratsam sich auf das Beta (Marktbewegung) zu konzentrieren anstatt ein vermeintlich geringeres Alpha (Auswahl einzelner Goldminenaktien, um den Index zu schlagen) zu jagen. Schlussfolgernd bleibt festzuhalten, dass Anleger physisches Gold kaufen und liegen lassen können. Goldminen können – insofern aktiv verwaltet –  als Renditeturbo eingesetzt werden. 

Danke Manuel Peiffer für deinen Artikel! Falls ihr mehr Informationen darüber möchtet, findet ihr diese hier:
https://www.linkedin.com/company/gvs-financial-solutions-gmbh/

Disclaimer:
Dieser Artikel ist weder eine Anlage- noch Kaufempfehlung. Wichtig: Desweiteren spiegelt dieser Artikel nicht die Meinung des I-Unlimited Teams wieder!

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Insights vom St. Gallen Blockchain Roundtable 937 527 I-Unlimited

Insights vom St. Gallen Blockchain Roundtable

Mit Distributed Ledger Technologien (DLT) bewegen wir uns vom Internet of Things (IoT) zur Economy of Things (EoT). Aus rechtlicher Perspektive ist die hohe Anzahl von Blockchain Patenten in China sowie der strategische Fokus auf DLT-Initiativen durch die chinesische Regierung bemerkenswert. Durch die Europäische Blockchain Partnerschaft arbeitet die Europäische Kommission an einer holistischen Blockchain-Lösung für Europa. Wie der St. Gallen Blockchain Roundtable zeigt, sind europäische Finanz- und Mobilitätsdienstleister bereits einen Schritt weiter und haben bereits erfolgreiche Use-Cases in dezentralen Blockchain-Konsortien umgesetzt.

English version available on medium.com/ledgerlabs-li

Regulatorik

Die Ankündigung von Facebook, eine globale Kryptowährung über eine Stiftung in der Schweiz zu lancieren hat China in Alarmbereitschaft versetzt (Tang, 2019). Alleine die People’s Bank of China in den letzten Jahren 68 Patente zu Distributed Ledger Technologien eingereicht (Chong, 2018) und ist der festen Überzeugung, dass eine staatlich gesicherte Digitalwährung zwingend benötigt wird. Auf der anderen Seite betont der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi noch im September 2018, dass keine konkreten Handlungen diesbezüglich nötig wären (Reuters, 2018).

“The ECB and the Eurosystem currently have no plans to issue a central bank digital currency” Mario Draghi, in a letter to a member of the European Parliament (zitiert in Reuters, 2018)

Mit der Europäischen Blockchain Partnerschaft, die aus den Mitgliedstaaten der EU sowie Norwegen und Liechtenstein besteht, verfolgt Europa seit April 2018 einen holistischen Ansatz zur Entwicklung und Förderung von Distributed Ledger Technologien mit dem Ziel noch 2020 ein Europäisches Blockchain Netzwerk zu lancieren (European Commission, 2019).

In seinem Impulsreferat am St. Gallen Blockchain Roundtable stellt Roman Beck (Leitender Forscher und Vorsitzender des Europäischen Blockchain Centers) dar, dass konkreter Handlungsbedarf für Europa besteht (Beck 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable). Ergänzend dazu betonte Mario Brandenburg vom Deutschen Bundestag, dass insbesondere Staaten wie Liechtenstein, Singapur oder die Schweiz regulatorische Klarheit im Bereich der Distributed Ledger Technologien schaffen und durch enge Kooperationen mit Fintech-Startups den nötigen Innovations-Freiraum gewähren. Ob eine Europäische Antwort seitens der EU folgt bleibt offen. (Brandenburg, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable)

Finanzen

Michael Spitz (Geschäftsführer des Commerzbank Main Incubator) sieht in der Blockchain Technologie sowohl signifikante Vor- als auch Nachteile. Zu den Vorteilen gehören die Verschlüsselung und Sicherheit durch Kryptografie, das verteilte Netzwerk das die Notwendigkeit zentraler Autoritäten verringert sowie die automatisierte Ausführung von Geschäftsprozessen in einer Machine-to-Machine (M2M) Ökonomie. Demgegenüber stehen ein mangelndes Vertrauen in neue Technologien, potenzielle Angriffsvektoren sowie ein fehlendes Verständnis und Mindset von dezentralen Business Ökosystemen. (Spitz, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable)

Der Main Incubator der Commerzbank konzentriert sich im Bereich der DLT vor allem auf vier Bereiche:

  1. Kapitalmärkte
  2. Trade Finance
  3. Identität
  4. Cash

Erst kürzlich hat hat die Commerzbank im Bereich der Kapitalmärkte mit HQLAx basierend auf R3’s Corda Technologie eine neue Liquiditäts- und Sicherheitsmanagement-Lösung für institutionelle Kunden auf den internationalen Wertpapierleihe und Repo-Märkten lanciert (Jacobs, 2018).

Startups wie Conpend (Trade Finance), Authdata (Identität) oder tillhub (Cash) sind Beispiele für das Engagement des Main Incubators in den anderen drei Bereichen (Spitz, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable). Insbesondere im Bereich Cash Management arbeitet die Commerzbank zusammen mit Daimler an einer M2M-Payment-Lösung und gemeinsam mit Siemens und Continental an einer Ausgabe eines digitalen Euros (Alexandre, 2019; Zmudzinski, 2019).

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Commerzbank ergibt sich bei der Deutschen Börse eine Fokussierung auf ähnliche Geschäftsbereiche. Simon Seiter (Head of Digital Assets bei der Deutschen Börse) betont in seinem Referat am Blockchain Roundtable, dass in Blockchain Kooperationen sowohl Quick-Wins als auch Langzeitstrategien gefragt sind. Während mit der Tokenisierung von Wertpapieren in der Vergangenheit mit geringen Investitionssummen und wenig Formalisierung schnell Erfolge erzielt werden konnten, hat sich die Deutsche Börse durch eine Mehrheitsbeteiligung in HQLAx langfristig als strategischer Partner positioniert (Jacobs, 2018).

Mobilität

Im Mobilitätssektor haben die Deutsche Bahn und Daimler Mobility dieselbe Zukunftsvision für die Anwendung von DLT: Eine reibungslose Kundenerfahrung durch die automatisierte Abwicklung und Verrechnung von Mobilitätsdienstleistungen in einem Länder- und Unternehmensübergreifenden Mobilitäts-Ökosystem.

In diesem Zusammenhang zeigt Matthias Felder (Portfolio Manager Blockchain & DLT bei der Deutschen Bahn) auf, wie Smart Contracts eingesetzt werden können, um sowohl Ticketbuchungen von unterschiedlichen Mobilitätsdienstleistern in einem Ticket zu vereinen als auch im Hintergrund die Einnahmen automatisiert zu verrechnen (Felder, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable). Mit der Mobility Blockchain Plattform arbeitet Daimler Mobility bereits an einer solchen Lösung, wie Harry Behrens (Head of Blockchain Factory bei Daimler Mobility) erläutert. In Zusammenarbeit mit Blockchain Helix, Riddle&Code, 51 nodes und dem evan network hat das Unternehmen eine Blockchain-basierte Open Source Plattform lanciert, auf welcher Mobilitätsdienstleister konkurrierende Dienstleistungen anbieten können. Im Gegensatz zu proprietären Plattformen zielt das offene Netzwerk darauf ab, Kooperationen zwischen unterschiedlichen Mobilitätsdienstleistern zu ermöglichen, ohne dass bestimmte Parteien bevorzugt werden. In diesem Zusammenhang ist die Governance eines solchen Industrie-Konsortiums von zentraler Bedeutung (Behrens, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable).

Dass die Smart Contract-basierte Abwicklung von Zahlungen zwischen unterschiedlichen Mobilitätsanbietern bereits heute möglich ist, haben Bosch, Siemens und EnBW anhand des Ladevorgangs eines Elektroautos am Event in Zürich live demonstriert. Das Proof-of-Concept der Kooperationspartner konnte auf der Ethereum-Blockchain in nur drei Monaten gemeinsam umgesetzt werden.

Forschung

Die Haupterkenntnis aus dem Roundtable Event des Instituts für Technologiemanagement der Universität St. Gallen ist, dass die Economy of Things digitale Marktplätze basierend auf dezentralen Netzwerken benötigt, um Informationsasymmetrien abzubauen. Diesbezüglich untersucht die Universität St. Gallen unter anderem den Governance-Aspekt in Blockchain-Konsortien. DLT-Systeme ermöglichen durch die Gestaltung von Anreizen eine demokratische Entscheidungsfindung in dezentralen Ökosystemen. Um hierbei Vertrauen zwischen den Teilnehmern herzustellen werden formalisierte Entscheidungsstrukturen und -prozesse benötigt. Aktuell befinden wir uns bereits nach der Proof-of-Concept Phase. Trotzdem scheitern noch viele Blockchain-Initiativen an der mangelnden Bereitschaft zur Kooperation mit Konkurrenten aufgrund von unklaren Governance-Verhältnissen. (Schmück, 2019, St. Gallen Blockchain Roundtable)

Danke Severin Kranz für deinen Beitrag!

Über den Autor
Severin Kranz  arbeitet seit mehreren Jahren als Consultant im Fintech-Bereich sowie in der Vermögensverwaltung. Seit 2015 setzt er sich zudem mit Kryptowährungen und Blockchain auseinander. Durch seinen Master in Business Innovation an der Universität St. Gallen forscht er an Governance-Mechanismen für Distributed Ledger Technologien und hat sich zudem auf mensch-zentrierte Innovationen und Design Thinking spezialisiert

Quellen

Alexandre, A. (2019, Februar 21). Commerzbank, Siemens and Continental Complete Blockchain Money Market Pilot. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://cointelegraph.com/news/commerzbank-siemens-and-continental-complete-blockchain-money-market-pilot

Chong, N. (2018, September 4). China Goes All Out On Blockchain Patents Amid Crypto Ban. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://ethereumworldnews.com/china-blockchain-patent-amid-crypto-ban/

European Commission. (2019, November 8). Blockchain Technologies – Digital Single Market – European Commission. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/blockchain-technologies

Jacobs, L. (2018, November 4). Deutsche Börse investiert in Blockchain und beteiligt sich an HQLAx. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://cryptomonday.de/deutsche-boerse-blockchain-beteiligung-an-hqlax/

Reuters. (2018, September 14). ECB has no plan to issue digital currency – Draghi. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://uk.reuters.com/article/uk-ecb-bitcoin/ecb-has-no-plan-to-issue-digital-currency-draghi-idUKKCN1LU1J0?rpc=401&

Tang, F. (2019, Juli 8). Facebook’s Libra forcing China to step up plans for its own cryptocurrency, says central bank official. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://www.scmp.com/economy/china-economy/article/3017716/facebooks-libra-forcing-china-step-plans-its-own?utm_campaign=chain_letter.unp

Zmudzinski, A. (2019, August 8). Commerzbank und Daimler testen Blockchain-Zahlungen zwischen Maschinen. Abgerufen 3. Dezember 2019, von https://de.cointelegraph.com/news/commerzbank-tests-blockchain-machine-to-machine-payments-with-daimler

Disclaimer

Der Autor dieses Artikels hat keine Verbindung oder Beziehung zu einem Unternehmen, einem Projekt oder einer Veranstaltung, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Keine der bereitgestellten Informationen stellt Finanz- oder Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind risikobehaftet. Ledgerlabs.li ist eine Webseite für unabhängige Informationen über Blockchain-Technologie. Weder Ledgerlabs Kranz noch die Autoren sind direkt oder indirekt für Schäden oder Verluste im Zusammenhang mit der Nutzung oder dem Vertrauen auf bereitgestellte Inhalte verantwortlich.

Bitcoin – schon so oft totgesagt aber noch immer am Leben? 150 150 I-Unlimited

Bitcoin – schon so oft totgesagt aber noch immer am Leben?

Der Bitcoin ist innovativ aber auch revolutionär. Man sagt, dass alle, die sich mit Bitcoin beschäftigen,
das Thema meistens nicht mehr loslassen können, wenn sie den eigentlichen dezentralen und
deflationären Zweck dahinter verstehen. Man versteht meist mehr über das aktuelle Geld- und
Finanzsystem, weil man einen komplett anderen Blickwinkel als den in der Schule bekommt.

Schon länger als 10 Jahre existiert die Ur-Kryptowährung. Allerdings wird der Tod des digitalen Goldes
immer wieder, über viele Jahre verteilt, heraufbeschworen. Doch warum ist das so? Wie hat sich der
Bitcoin seit Bestehen entwickelt und warum ist er noch immer eines der besten, hochspekulativen
Investments, die man bis jetzt tätigen konnte? In diesem Artikel gehen wir auf die Crashs des Bitcoins seit
Bestehen ein.

Der Anfang – Ein Bitcoin bei 0,07$

Kurz nach Start des Jahres 2009 wurde der Bitcoin als Antwort auf den Finanzcrash von 2008
veröffentlicht. Der im Whitepaper genannte Erfinder und Hauptentwickler von Bitcoin, Satoshi
Nakamoto, ist persönlich nicht bekannt. Allerdings hat er das dezentrale Geldsystem in einem Forum von
technischen Entwicklern präsentiert und von diesen übernehmen lassen.

Seit Satoshi Nakamoto das Bitcoin System in die Hände von „fremden“ Menschen gegeben hat, kann man
vom Start der größten Kryptowährung sprechen. Der Anfangspreis lag bei 0,07$ je Bitcoin, wobei die
Mining-Belohnung bei 50 Bitcoin alle 10 Minuten war. Zum Vergleich: Aktuell haben wir (und nur noch
bis Mitte 2020) eine Ausschüttung von 12,5 Bitcoin je Block oder alle 10 Minuten.

2010 – die erste Pizza wird mit Bitcoin gekauf

Im Jahr 2010 gab es die erste Verbreitungswelle vom Bitcoin. Damals war es erstmalig möglich die Kryptowährung online zu kaufen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der erste Kauf von Lebensmitteln über den Bitcoin getätigt. Für schlage und schreibe 10.000 BTC ging die Pizza über den Tisch. Kaum zu glauben, ein aktueller Gegenwert von über 60 Millionen Euro zum Redaktionszeitpunkt Ende 2019. Beim damaligen Kauf der Pizza belief sich der Preis umgerechnet nur auf 25$.

Das Jahr 2011 – Bitcoin auf über einem Dollar

Im Jahr 2011 ist der Bitcoin erstmalig auf einen Dollar geklettert. Doch der Hype war nicht vorbei. Noch
Mitte des Jahres gab es eine weitere Versechsfachung auf 6 Dollar je Bitcoin. Damals ein geniales Invest
gewesen, wenn man schnell verkauft hat. Aber heute wissen wir, hätten die damaligen Bitcoin Besitzer
ihre Coins länger behalten, wäre die Versechsfachung nur ein Bruchteil der aktuellen Steigerung.
Aufgrund der Wertsteigerung, sind sehr viele Menschen auf das Thema aufmerksam geworden. Der erste
Krypto-Hype war geschaffen und zog die ersten Menschen an.

Das erste mal dreistellig im Jahr 2013

Das erste mal durchbrach Bitcoin die dreistellige Marke im Jahr 2013. Dabei hielt der Wertanstieg nicht
lange an. Mit dem Hoch bei 166$ viel der Wert innerhalb von einer Woche wieder zurück auf 50$ pro
Bitcoin. Ein starker Anstieg folgt einem starken Fall. Hier wurden Millionäre erschaffen, aber auch
Existenzgrundlagen in wenigen Tagen zerstört.

1000€ pro Bitcoin ab 2014 Realität

Im Jahr 2014 und nach mehr als 1000% Rendite in einem Jahr, ging der Bitcoin im Jahr 2014 erstmalig
auf 1200$. Die Euphorie hielt allerdings nicht lange an. Bis 2015 sank er auf ein Tief von 250$. Nach
dem Anstieg 2014 auf 1200$ kam dann der bis dahin längste Bärenmarkt.

2016 – Bitcoin fängt wieder an zu steigen

Anfang 2016 lag der Wert eines Bitcoin bei 450$, bis er sich im Laufe des restlichen Jahres wieder den
1000$ annäherte. Damit war der bis dato längste Bärenmarkt der Geschichte vorbei. Die Kryptowelt kam
wieder zurück aus einer tiefen Preisdepression langsam dem alten Hoch immer näher.

2017 – das wohl bekannteste Jahr vom Bitcoin

Anfang 2017 lag der Preis eines Bitcoin bei etwas weniger als 1000$. Die darauf folgende Rally bis auf 20.000 US-Dollar sollte jedem bekannt sein. Damit ist Bitcoin Mainstream geworden. Nicht nur technische Freaks nutzten die Kryptowährung, sondern langsam jede Schicht der Gesellschaft. Der Markt wurde von Tradern geflutet, weshalb der Preis sich mehr als verzwanzigfachte. Seitdem Allzeithoch von 20.000$ pro Bitcoin gab es kein neues Hoch mehr. Auch der längste Bärenmarkt der Geschichte zog sich seitdem über die Kryptowelt.

Bitcoin Chart – Anfang 2017 – Anfang 2019

2020 – Halbierung der Blockbelohnung von 12,5 BTC auf 6,25 BTC

2020 steht vor der Tür. Wird der Preis neue Rekorde brechen? Dies kann dir leider keiner beantworten. Allerdings lassen sich aus der Vergangenheit Tendenzen ablesen. Oft gab es kurz vor einer oder kurz nach einer Halbierung der Blockbelohnung einen enormen Wertzuwachs. Nächstes Jahr steht das nächste Halving an, der Bitcoin ist dieses Jahr aus seinem Abwärtstrend ausgebrochen und eine weltweite Regulierung von Aufsichtsbehörden läuft an. Damit sollte eines klar sein: Bitcoin entwickelt sich weitere und das Netzwerk wird von Tag zu Tag größer.

Ob Bitcoin neue Allzeithochs sehen wird oder wir gar einen sechstelligen Dollarwert durchbrechen können, bleibt offen. Allerdings kann man unter Bewusstsein der Spekulativität eines solchen Produktes davon ausgehen, dass sich die Geschichte eines neuen Allzeithochs durchaus wiederholen kann.

Aber auch der Totalverlust ist möglich. Im Kryptobereich gegenwärtiger denn je. Daher sollte man nie auf sein Investment angewiesen sein und sich auch nicht auf die Meinung anderer Menschen beim Investment in Kryptowährungen verlassen.

Allerdings ist die faktisch belegbare, deflationäre Absicht des Bitcoin und des darin begründeten Wertzuwachses sowie der Sicherheit und Transparenz der Blockchain für viele Menschen der Grund, beim Bitcoin von einem der besten Investments der heutigen Zeit zu sprechen. Wir können gespannt sein, wie sich die Innovation der Blockchain und vor allem das digitale Gold namens Bitcoin weiterentwickelt

Danke Team Krypto Guru für euren Beitrag zum die Menschen #cryptofit zu machen!

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Quellen:
https://coinmarketcap.com/
https://www.pcwelt.de/a/bitcoin-pizza-day-2-pizzas-fuer-21-millionen-us-dollar,3446863
https://nakamotostudies.org/emails/
https://www.buybitcoinworldwide.com/de/preis/